05 June 2026, 18:58

2015: Der Tag, an dem Ökostrom Deutschland mit 56 Prozent versorgte

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2015: Der Tag, an dem Ökostrom Deutschland mit 56 Prozent versorgte

Deutschlands Umstieg auf Erneuerbare erreichte im November 2015 einen Meilenstein. An einem einzigen Tag in diesem Monat deckten Ökostromquellen 56 Prozent des deutschen Strombedarfs. Dieser Rekord war vor allem dem Windkraftausbau zu verdanken, der mit einer Leistung von 32,6 Gigawatt (GW) den bisherigen Spitzenwert von 29 GW aus dem Jahr 2014 übertraf.

Noch 2004 hatte sich Deutschland zum Ziel gesetzt, bis 2020 einen Ökostromanteil von 20 Prozent zu erreichen. Doch bereits 2015 war dieses Vorhaben längst Realität geworden – und sogar übererfüllt. Selten fiel der Anteil der Erneuerbaren unter die 20-Prozent-Marke, und im Jahresdurchschnitt lag er bei knapp 35 Prozent, nahe am aktualisierten 2020-Ziel.

Am 18. November 2015 dominierten Wind- und andere regenerative Energien das Stromnetz. Konventionelle Kraftwerke erzeugten zwar 25 GW – inklusive der Exporte ins Ausland. Ohne diese wäre ihre Leistung jedoch auf nur 15 GW gesunken. Die Kosten für den Ausgleich der Netzschwankungen beliefen sich in jenem Jahr auf rund 500 Millionen Euro.

Die Windenergie war der entscheidende Treiber dieses Erfolgs. Mit dem neuen Rekord von 32,6 GW überbot sie den bisherigen Höchststand von 2014 und unterstrich damit das rasante Wachstum der sauberen Energien im Land.

Die Zahlen von 2015 zeigten, wie weit die deutsche Energiewende in etwas mehr als einem Jahrzehnt gekommen war: Erneuerbare Energien waren längst kein ehrgeiziges Fernziel mehr, sondern ein verlässlicher Bestandteil der täglichen Stromversorgung. Mit immer neuen Spitzenwerten bei der Windkraft rückte das Land seinen langfristigen Klimazielen ein Stück näher.

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