15 May 2026, 12:04

AfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und detaillierter Wahltermine.

AfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland

Die rechtspopulistische AfD hat in bundesweiten Umfragen zugelegt, musste aber in wichtigen Kommunalwahlen Niederlagen hinnehmen. Zwar liegt die Partei in aktuellen Erhebungen knapp vor der Union, doch ihre Kandidaten scheiterten jüngst in mehreren ostdeutschen Wahlkreisen. Gleichzeitig sicherte sich eine CDU-Amtsinhaberin in einem Landkreis einen deutlichen Sieg – und setzte damit auf eine sachorientierte Kampagne statt auf polarisierende Themen.

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Laut aktuellen Umfragen hat die AfD die CDU/CSU bundesweit mit zwei bis drei Prozentpunkten überholt. In den ostdeutschen Bundesländern ist ihre Unterstützung noch ausgeprägter: Vor den anstehenden Landtagswahlen kommt die Partei in Sachsen-Anhalt auf 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern auf 36 Prozent. Doch dieser Zuspruch schlägt sich nicht in kommunalen Erfolgen nieder.

Bei 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen in diesem Jahr gewann die AfD lediglich zwei Mandate. Eine dieser Niederlagen erlebte sie in der Uckermark, wo die CDU-Kandidatin Karina Dörk ihr Amt mit klarem Vorsprung vor dem AfD-Herausforderer Felix Teichner verteidigte. Dörk verzichtete im Wahlkampf auf symbolträchtige Debatten wie die über eine „Brandmauer“ gegen die AfD und setzte stattdessen auf ihre Bilanz und Kompetenz.

Trotz des bundesweiten Aufschwungs der AfD wechseln die meisten CDU/CSU-Wähler nicht zur Rechtspopulisten. Umfragen deuten darauf hin, dass ein größerer Teil der Unzufriedenen stattdessen der Wahl fernbleiben oder zu linksgerichteten Parteien abwandern wird.

Die jüngste Folge von Bundestalk, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert Strategien gegen den Aufstieg der AfD. Neue Folgen gibt es auf unserer Website sowie bei Spotify, Deezer und iTunes.

Die gemischten Ergebnisse der AfD zeigen eine Kluft zwischen bundesweiter Umfragewerte und lokaler Performance. Zwar dominiert die Partei in einigen Landesumfragen, doch bei der Besetzung von Führungspositionen in Ostdeutschland tut sie sich schwer. Der CDU-Sieg in der Uckermark legt nahe, dass eine inhaltlich ausgerichtete Kampagne – statt symbolischer Grabenkämpfe – bei den Wählern weiterhin Anklang findet.

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