30 April 2026, 04:02

Aiwanger will Freie Wähler mit CSU enger verbinden – doch die Union zögert

Karte von Deutschland, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 nach Bundesländern zeigt, wobei die Bundesländer rot und blau markiert sind und Textangaben zu den Namen der Kandidaten und dem Wahldatum enthalten sind.

Aiwanger will Freie Wähler mit CSU enger verbinden – doch die Union zögert

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, hat eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU) gefordert. In einem aktuellen Interview skizzierte er Pläne, die Kooperation zwischen beiden Parteien auszubauen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Freien Wähler ihre Position in ganz Deutschland stärken wollen.

Aiwanger sprach am Donnerstag mit der Mediengruppe Bayern und betonte die Notwendigkeit eines realistischeren Ansatzes bei politischen Bündnissen. Statt einer vollständigen Fusion schlug er vor, das bestehende Kooperationsmodell, das in Bayern bereits praktiziert wird, auf andere Bundesländer auszuweiten. Dies könnte den Freien Wählern seiner Meinung nach helfen, bundesweit erfolgreich zu sein – im Schulterschluss mit der Union (CDU/CSU).

Gleichzeitig räumte er die Herausforderungen ein, die mit einem breiteren Bündnis verbunden wären. Die Union halte sich bisher zurück, weshalb die Freien Wähler zunächst auf den Ausbau der eigenen Stärke konzentriert seien. Aiwanger sieht jedoch die Chance, liberal-konservative Wähler anzusprechen, die konstruktive Politik statt reiner Proteststimmen suchen.

Seine Aussagen folgen auf einen Vorstoß von Peter Gauweiler, ehemaliges CSU-Vorstandsmitglied. Gauweiler hatte eine formelle "Allianz aus Freien Wählern und CSU" vorgeschlagen, um dem von ihm diagnostizierten "zunehmenden Linksruck in der Politik" entgegenzuwirken. Aiwangers Strategie zielt darauf ab, dass die Freien Wähler in jedem Bundesland die Fünf-Prozent-Hürde überwinden.

Der Vorsitzende der Freien Wähler positioniert seine Partei als Alternative für Wähler, die mit den aktuellen politischen Entwicklungen unzufrieden sind. Durch eine stärkere Anbindung an die CSU hofft er, konservativ geprägten Sympathisanten eine stabile Option zu bieten. Ob dieser Kurs aufgeht, hängt davon ab, ob die Union der Idee einer engeren Zusammenarbeit aufgeschlossen gegenübersteht.

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