AOK-Streik am 14. Januar: 55.000 Beschäftigte fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Finn HerrmannAOK-Streik am 14. Januar: 55.000 Beschäftigte fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Rund 55.000 Beschäftigte der AOK in ganz Deutschland wollen am 14. Januar 2026 in den Streik treten. Die von der Gewerkschaft für Soziale Versicherung (GdS) organisierte Aktion zielt auf höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen ab. Kunden müssen an diesem Tag mit Einschränkungen bei den Dienstleistungen rechnen.
Der Streik folgt auf die Weigerung der AOK-Führung, während der Tarifverhandlungen auf die Forderungen der GdS einzugehen. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem Lohnerhöhungen, mehr Urlaubsgeld sowie eine größere Wertschätzung der Arbeit der Mitarbeiter. GdS-Bundesvorsitzender Maik Wagner nannte die steigenden Lebenshaltungskosten und die Verpflichtung der AOK, faire Arbeitsbedingungen zu bieten, als Gründe für die Arbeitsniederlegung.
Für den 14. Januar ist um 12 Uhr eine Kundgebung vor der AOK-Bundeszentrale in Berlin geplant. Besonders betroffen sein dürften regionale Servicezentren und Telefon-Hotlines, wo mit längeren Wartezeiten und verkürzten Öffnungszeiten zu rechnen ist. Der Streik fällt mit dem Beginn der Tarifrunde für die AOK-Mitarbeitergehälter zusammen, die für den 14. und 15. Januar in der Hauptstadt angesetzt ist.
Bisher hat die AOK den GdS-Forderungen keine Zugeständnisse gemacht. An der Aktion wird sich ein großer Teil der Belegschaft beteiligen. Bis es Fortschritte in den Verhandlungen gibt, ist mit eingeschränkten Dienstleistungen zu rechnen.






