20 June 2026, 06:02

Apotheken nutzen Vorfinanzierung gegen Liquiditätsengpässe durch teure Rezepte

Rezeptgelder: Apotheken fordern vermehrt Vorauszahlung

Apotheken nutzen Vorfinanzierung gegen Liquiditätsengpässe durch teure Rezepte

Apotheken in ganz Deutschland setzen zunehmend auf vorzeitige Auszahlungen, um ihre Liquidität zu sichern. Hochpreisige Rezepte machen mittlerweile bis zu 40 Prozent ihres Gesamtumsatzes aus – eine erhebliche finanzielle Belastung. Abrechnungsstellen reagieren darauf mit Vorfinanzierungsangeboten zu attraktiven Zinssätzen.

Bei der ARZ Haan ist die Nachfrage nach solchen Vorfinanzierungsdienstleistungen spürbar gestiegen. Katja Frey, Vertriebsleiterin des Unternehmens, bestätigte diesen Trend. Das Standardpaket sieht einen täglichen Zinssatz von 0,03 Prozent vor, zuzüglich einer monatlichen Grundgebühr von 115 Euro.

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Als Premium-Alternative bietet der Anbieter „FlexZahlungBusiness“ an. Dieses Paket verlangt lediglich 0,02 Prozent Tageszinsen und verzichtet auf Überweisungsgebühren. Ziel ist es, durch beschleunigte Zahlungsabwicklungen die Liquiditätssteuerung zu optimieren.

Auch andere Abrechnungsstellen wie Noventi haben ähnliche Modelle im Programm. Noventis Festzinssatz liegt bei 0,018 Prozent, hinzu kommt ein variabler Aufschlag. Dieser orientiert sich am Ein-Monats-Euribor der Deutschen Bundesbank und wird nach Bankarbeitstagen anteilig berechnet.

Die vorzeitigen Auszahlungsmodelle verschaffen Apotheken mehr Spielraum bei der Cashflow-Steuerung. Die Konditionen fallen dabei günstiger aus als bei klassischen Hausbanken. Der Wandel hilft den Betrieben, den wachsenden Anteil teurer Rezepte besser zu bewältigen.

Quelle