Apotheker streiken bundesweit für höhere Löhne und faire Arbeitsbedingungen
Philipp KochApotheker streiken bundesweit für höhere Löhne und faire Arbeitsbedingungen
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf bundesweite Proteste am 23. März vor. Sie werden ihre Geschäfte schließen und zentrale Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird sich an den Aktionen beteiligen.
Fehske äußerte sich besorgt über die Auswirkungen stagnierender Löhne auf den Personalmangel. Zudem hinterfragte er den GKV-Spitzenverband zu den finanziellen Folgen einer 7-prozentigen Gehaltserhöhung für AOK-Mitarbeiter und schätzte die jährlichen Kosten auf etwa 250 Millionen Euro. Der Verband blieb auf seine Anfragen jedoch eine Antwort schuldig und lehnte zudem seinen Antrag ab, ein Foto von Stefanie Stoff-Ahnis für Protestplakate zu verwenden.
Er kritisierte die Krankenkassen dafür, hohe Managergehälter zu zahlen, während gleichzeitig Kürzungen bei den Apothekenbudgets vorangetrieben würden. Trotz dieser Kritik betonte Fehske, dass er die Versprechen von Gesundheitsministerin Nina Warken für glaubwürdig halte. Er verwies auf die Lohnungerechtigkeiten und führte an, dass ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdiene als eine Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung.
Die Proteste sollen die finanzielle Belastung der Apotheken und die Notwendigkeit fairer Löhne in den Fokus rücken. Die Weigerung des GKV-Spitzenverbands, auf Fehskes Fragen einzugehen, verschärft die Spannungen in dem Konflikt. Die Apotheker hoffen, dass die Demonstrationen zu spürbaren Verbesserungen bei der Vergütung führen werden.
