BayernLB prüft Klage wegen Hypo-Alpe-Adria-Milliardenverlusten aus 2007
Philipp KochBayernLB prüft Klage wegen Hypo-Alpe-Adria-Milliardenverlusten aus 2007
Die Bayerische Landesbank (BayernLB) hat die Kanzlei Binder Grösswang beauftragt, um mögliche rechtliche Schritte im Zusammenhang mit dem Kauf der Hypo Group Alpe Adria im Jahr 2007 zu prüfen. Die Bank untersucht, ob zentrale finanzielle Probleme bei dem Verkauf verschleiert wurden. Eine mögliche Klage könnte sich gegen das Bundesland Kärnten, eine Hypo-Mitarbeiterstiftung sowie die Vermögensverwaltungsfirma von Tilo Berlin richten.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Milliardenverluste, die die BayernLB nach der Übernahme von Hypo erlitt. Staatsanwälte gehen davon aus, dass die finanziellen Schwierigkeiten der Bank bereits bekannt waren, möglicherweise aber zum Zeitpunkt des Deals verschwiegen wurden. Die ursprünglichen Verkaufsverträge enthielten Klauseln, die die Verkäufer von Haftungsansprüchen für später entdeckte Schäden freistellten.
Rechtsexperten argumentieren, dass diese Haftungsausschlussklauseln vor Gericht möglicherweise nicht Bestand hätten, falls ein Fehlverhalten nachgewiesen wird. Die Prüfung soll klären, ob die BayernLB die Verkaufsbedingungen anfechten kann. Bis zu einer abschließenden Entscheidung gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.
Die Ergebnisse der Untersuchung könnten zu einer großen Sammelklage gegen mehrere Beklagte führen. Die Verluste der BayernLB durch den Zusammenbruch von Hypo bleiben ein zentraler Punkt der juristischen Überprüfung. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wird erwartet, sobald die Bewertung abgeschlossen ist.






