Bayerns neuer Großspeicher stabilisiert Stromnetz mit 15 Megawatt Leistung
Philipp KochBayerns neuer Großspeicher stabilisiert Stromnetz mit 15 Megawatt Leistung
Die Bayernwerk Natur GmbH hat die Intilion AG mit dem Bau eines großen Batteriespeichersystems in Bayern beauftragt. Das am Montag vorgestellte Projekt soll eine Leistung von 15 Megawatt (MW) erbringen und 30 Megawattstunden (MWh) Energie speichern. Die Bauarbeiten haben bereits am Umspannwerk Reisgang in Pfaffenhofen an der Ilm begonnen.
Die Arbeiten auf dem Gelände starteten Anfang dieses Monats mit einem offiziellen Spatenstich. Das System nutzt Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die in modularen Containern untergebracht sind – zusammen mit Wechselrichter- und Transformatoreneinheiten. Das Design von Intilion ermöglicht dabei Flexibilität und Skalierbarkeit der Anlage.
Der Speicher erfüllt zwei zentrale Aufgaben: Er kann Primärregelleistung bereitstellen, um die Netzfrequenz innerhalb von Sekunden zu stabilisieren. Zudem speichert er überschüssigen Strom bei hoher Erzeugung und gibt ihn bei steigendem Bedarf wieder ab.
Für das Projekt hat Intilion eine eigene Steuerungstechnologie entwickelt. Die Application Unit (IAU) übernimmt die zentrale Betriebsführung, stellt die Anbindung an externe Systeme sicher und garantiert die Einhaltung der Netzregeln. Sie ist zudem für Aufgaben wie die Bereitstellung von Regelleistung zuständig. Die Control Unit (ICU) hingegen vernetzt alle Komponenten, steuert die Wechselrichter, regelt die Klimatisierung und bindet Brandschutzmaßnahmen ein.
Die Netzanbindung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Nach der Inbetriebnahme wird das Batteriesystem die Netzstabilität in Süddeutschland unterstützen. Die 15-Megawatt-Anlage trägt dazu bei, Angebot und Nachfrage auszugleichen, während ihr modularer Aufbau künftige Erweiterungen ermöglicht. Intilion bleibt für Installation, Inbetriebnahme und laufende Wartung verantwortlich.






