07 May 2026, 12:02

Bayerns Wasserstoff-Milliarden fließen kaum – warum die Förderung scheitert

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den USA zeigt, wobei die Gesamtkapazität von BMW angegeben ist.

Bayerns Wasserstoff-Milliarden fließen kaum – warum die Förderung scheitert

Bayerns ehrgeiziges Wasserstoff-Förderprogramm bleibt weit hinter den Erwartungen zurück

Zwischen 2018 und 2025 hatte der Freistaat fast 61 Millionen Euro für den Aufbau von Wasserstofftankstellen zugesagt – doch nur ein Bruchteil der Mittel wurde tatsächlich abgerufen. Schwache Nachfrage und nicht umgesetzte Projekte ließen einen Großteil der Gelder bis zum Ende der Förderung ungenutzt.

Die bayerische Landesregierung stellte über sieben Jahre hinweg 60,8 Millionen Euro für den Ausbau von Wasserstofftankstellen bereit. Doch bis zum Auslaufen des Programms wurden lediglich 16,3 Millionen Euro ausgezahlt. Da zahlreiche Vorhaben scheiterten, gaben Empfänger sogar 9 Millionen Euro der Fördergelder zurück.

Ähnliche Probleme gab es bei den Zuschüssen für den Bau von Elektrolyseuren: Von den knapp 120 Millionen Euro, die für 2024 und 2025 vorgesehen waren, flossen bis Ende 2025 nur 4,1 Millionen Euro. Deutlich besser schnitt dagegen das bayerische Energieforschungsprogramm ab, das mit fast 142 Millionen Euro dotiert war – hier wurde bis zum selben Stichtag immerhin mehr als die Hälfte der Mittel abgerufen.

Trotz dieser Rückschläge treibt die Bundesregierung den Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes voran. Die Infrastruktur soll vor allem industrielle Abnehmer versorgen, nicht private Verbraucher. Experten warnen jedoch, dass Deutschland – ähnlich wie heute bei Erdgas – auch künftig einen Großteil seines Wasserstoffs importieren muss.

Ein zentrales Hindernis bleiben die hohen Kosten. Die teure Produktion macht Wasserstoff kurzfristig zu einem unwahrscheinlichen Brennstoff für die Wärmeversorgung von Häusern oder den Antrieb von Autos.

Die kaum genutzten Fördergelder offenbaren die Kluft zwischen den Wasserstoff-Plänen und der Marktrealität. Da der Großteil der Mittel ungenutzt blieb, ist Bayerns Vorstoß für Wasserstofftankstellen ins Stocken geraten. Der bundesweite Fokus auf die industrielle Versorgung deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Wasserstoff als Kraftstoff im privaten Sektor vorerst begrenzt bleibt.

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