31 May 2026, 22:01

Bayerns Wirtschaft hilft Unternehmen mit Notkrediten durch verzögerte Corona-Hilfen

Verschobene November-Hilfe: Wirtschaftsverbände streben flüssigkeitsdeckende Lösungen an

Bayerns Wirtschaft hilft Unternehmen mit Notkrediten durch verzögerte Corona-Hilfen

Wirtschafts- und Bankenverbände in Bayern springen Unternehmen bei, die auf verzögerte Corona-Hilfen warten

Die im November vom Bund zugesagten Überbrückungshilfen für die Corona-Krise erreichen betroffene Unternehmen und Solo-Selbstständige seit Wochen nicht – Bürokratie, technische Probleme und ausstehende EU-Genehmigungen sorgen für massive Verzögerungen. Viele Betriebe und Freiberufler stehen ohne dringend benötigte Liquidität da. Nun haben führende Wirtschaftsverbände in Bayern Notfallmaßnahmen angekündigt: Überbrückungskredite und Steuererleichterungen sollen einen wirtschaftlichen Kollaps abwenden.

Die Verzögerungen haben mehrere Ursachen: Neben IT-Schwierigkeiten sind noch Verfahrensfragen ungeklärt, zudem fehlt die Freigabe durch die Europäische Kommission. Obwohl Vorabzahlungen in Aussicht gestellt wurden, werden die vollen Fördergelder frühestens in mehreren Wochen fließen. Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, kurzfristig Notkredite aufzunehmen, um überhaupt laufende Kosten decken zu können.

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Sieben große Organisationen – darunter die Bayerische Industrie- und Handelskammer, der Bayerische Handwerkstag und der Bayerische Bankenverband – haben in einer gemeinsamen Erklärung die Bundesregierung für die anhaltenden Verzögerungen kritisiert und Soforthilfen auf den Weg gebracht. Banken sollen betroffenen Firmen Übergangskredite gewähren, etwa durch erweiterte Disporahmen, um die Zeit bis zur Auszahlung der Hilfen zu überbrücken.

Zudem fordern die Verbände weitreichende Steuerentlastungen. Vorgeschlagen werden unter anderem eine Verlängerung der Verlustrücktragsmöglichkeit auf drei Jahre sowie eine Anhebung der abziehbaren Beträge. Damit soll der finanzielle Druck auf Unternehmen gemildert werden, die unter den Folgen des Teil-Lockdowns leiden.

Betroffene Unternehmen und Solo-Selbstständige werden aufgefordert, sich umgehend an ihre Hausbank zu wenden. Überbrückungskredite und steuerliche Anpassungen stehen bereit, um die Wartezeit auf die November-Hilfen zu überstehen. Ohne diese Maßnahmen droht vielen die Pleite, noch bevor die Fördergelder überhaupt fließen.

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