BMW erhöht 2017 die Preise – und setzt auf Profit statt Absatzrekorde
Elias FrankeBMW erhöht 2017 die Preise – und setzt auf Profit statt Absatzrekorde
BMW hat für das Jahr 2017 Preiserhöhungen bei seinen Premiumfahrzeugen angekündigt – mit besonderem Fokus auf den US-Markt. Der Schritt folgt auf eine Phase aggressiver Rabattaktionen im Jahr 2016, mit denen der Konzern seine Absatzzahlen steigerte, im Luxussegment aber dennoch hinter den Konkurrenten von Mercedes-Benz zurückblieb.
2016 erzielte BMW im Autogeschäft eine operative Marge von 8,9 Prozent und erreichte damit sein internes Ziel. Dennoch verlor die Marke ihren Status als weltweit umsatzstärkster Premium-Hersteller an Mercedes-Benz, das zudem eine höhere Gewinnmarge vorweisen konnte.
Wie Finanzvorstand Nicolas Peter mitteilte, strebt das Unternehmen nun eine Stabilisierung der Preise an. Statt auf reine Absatzzahlen setzt BMW mit seiner Nummer-Eins-Strategie auf Profitabilität und weitere zentrale Leistungsindikatoren. Vertriebschef Ian Robertson bestätigte, dass es keinen festen Zeitplan für die Rückeroberung der Spitzenposition im Luxussegment gebe.
Um die Marktposition zu festigen, plant BMW bis Ende 2018 die Einführung von 40 neuen oder überarbeiteten Modellen. Zudem wird sich die Marke auf die profitabelsten Fahrzeuge konzentrieren und den Fokus von hochvolumigen, aber margenschwachen Verkäufen abwenden.
Die Preisanpassungen treten 2017 in Kraft, wobei der US-Markt im Mittelpunkt steht. Die Strategie spiegelt einen grundlegenden Wandel wider: BMW setzt künftig auf nachhaltige Gewinne statt auf reines Wachstum. Gleichzeitig zeigt sich der Konzern zuversichtlich, seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu behaupten.






