BMW warnt vor Gewinneinbruch nach Verkaufseinsturz in China
BMW gibt Gewinnwarnung nach starkem Einbruch der Autoverkäufe in China heraus
Der Automobilkonzern BMW hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht, nachdem die Verkäufe in China drastisch eingebrochen sind. Als Hauptgrund nannte das Unternehmen die nachlassende Nachfrage in der Region. Dieser Rückgang überlagert die positiven Entwicklungen in Europa und den USA.
Im Mai 2024 gingen die BMW-Verkäufe in China im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent zurück. Auch der gesamte chinesische Automarkt zeigte Schwächezeichen, wobei mit weiteren Rückgängen im Laufe des Jahres gerechnet wird. Erstmals waren im Mai alle zehn meistverkauften Modelle in China entweder rein elektrisch oder Plug-in-Hybride – ein deutlicher Hinweis auf den rasanten Wandel der Verbraucherpräferenzen.
Der Marktanteil rein elektrischer Fahrzeuge in China erreichte im Mai 42,21 Prozent. BMWs zögerliche Umstellung auf Elektroautos hat das Unternehmen verwundbar gemacht, insbesondere da die Nachfrage nach Verbrennern stark einbricht. Der Konzern rechnet nun damit, dass diese Verzögerung im zweiten Halbjahr 2024 Kosten von rund einer Milliarde Euro verursachen wird.
Der Branchenanalyst Ferdinand Dudenhöffer kritisierte, BMW habe in der Vergangenheit zentrale Chancen verpasst. Der neue Vorstandsvorsitzende Oliver Nedeljković steht vor einer sofortigen Bewährungsprobe, da die Gewinnwarnung einen schwierigen Start in seine Amtszeit markiert.
Die Gewinnwarnung unterstreicht die Probleme von BMW auf dem sich wandelnden chinesischen Automarkt. Elektro- und Hybridmodelle dominieren inzwischen die Verkäufe, während herkömmliche Verbrenner zurückfallen. Die finanzielle Prognose des Unternehmens für den Rest des Jahres wurde deutlich nach unten korrigiert.






