Brandenburger Grundschule tritt trotz AfD-Widerstand Courage-Netzwerk bei
Philipp KochBrandenburger Grundschule tritt trotz AfD-Widerstand Courage-Netzwerk bei
Die Grundschule Bestensee in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Entscheidung fiel nach einer Abstimmung, bei der 78 Prozent der teilnehmenden Mitglieder bei einer Wahlbeteiligung von 92 Prozent für den Beitritt stimmten. Für die Aufnahme in das Netzwerk war eine Zustimmung von mindestens 70 Prozent erforderlich.
Der Plan der Schule, dem Netzwerk beizutreten, stieß auf Widerstand einer Elterninitiative, die von einem AfD-Mitglied angeführt wird. Diese Person warf dem „Courage-Netzwerk“ vor, gegen die Neutralitätspflicht an Schulen zu verstoßen, und warnte, die Entscheidung sende ein „trauriges Signal für die Demokratie“.
Trotz der Bedenken wiesen die Schulleitung und die Bildungsbehörde die Einwände zurück. Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Schule, um seine Unterstützung für die Initiative zu bekunden.
Das AfD-Mitglied, das die Elterninitiative gegründet hatte, hat inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet. Beim Verwaltungsgericht Cottbus wurde Klage eingereicht mit dem Ziel, die Behörde per Urteil zu verpflichten, über einen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen die Zusammenarbeit der Schule mit dem Netzwerk zu entscheiden.
Die Schule hat die notwendige Zustimmungsgrenze erreicht und wird den Beitritt wie geplant vollziehen. Das Verfahren bleibt anhängig; das Gericht wird den Antrag auf Intervention prüfen. Das Urteil wird entscheiden, ob die Kooperation wie vorgesehen fortgesetzt wird.






