Bundespolizei bangt um Ausfall ihrer Körperkameras bis 2025
Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, hat vor einer drohenden Knappheit gewarnt und fordert das Bundesinnenministerium zum raschen Handeln auf.
Der aktuelle Hersteller der Körperkameras hat angekündigt, die Unterstützung für die Geräte einzustellen. Die Behörden hatten gehofft, das Unternehmen würde den Vertrag verlängern – doch dies würde Millionenkosten verursachen. Die Lage verschärfte sich, als eine jüngste Ausschreibung für 2.500 neue Kameras mit der Option auf weitere 1.500 scheiterte.
Zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus machten das Angebot für potenzielle Lieferanten weniger attraktiv. Die Gewerkschaft wusste bereits seit einiger Zeit, dass der Hersteller seine Unterstützung einstellen wollte. Einige der bestehenden Kameramodelle sind zudem nahtlos mit den Tasern der Polizei kompatibel, was die Suche nach Ersatz weiter erschwert.
Körperkameras haben dazu beigetragen, Spannungen zu verringern und in Konfliktsituationen sowie bei Straftaten Beweismaterial zu sichern. Ohne eine Lösung könnten Beamte bereits im nächsten Jahr ohne funktionierende Geräte dastehen. Die Bundespolizei steht nun unter Zeitdruck, um eine neue Versorgung zu sichern.
