Deutsche Bahn teilt Sanierung der Strecke München–Rosenheim in zwei Phasen auf
Elias FrankeDeutsche Bahn teilt Sanierung der Strecke München–Rosenheim in zwei Phasen auf
Die Deutsche Bahn hat ihre ursprünglichen Pläne für eine sechsmonatige Vollsperrung der Bahnstrecke München–Rosenheim verworfen. Stattdessen sollen die Sanierungsarbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten im Jahr 2028 und 2031 erfolgen. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Verbänden, darunter der Allianz pro Schiene, die den neuen Ansatz im Vergleich zum früheren Vorschlag einer 22-wöchigen Komplettsperrung als unzureichend bezeichnete.
Die erste Bauphase ist von Mitte Februar bis Mitte April 2028 vorgesehen. In diesem Zeitraum werden die Fernbahngleise für acht Wochen vollständig gesperrt. Fernzüge müssen umgeleitet werden, während der Regionalverkehr durch Busse ersetzt wird.
Die zweite Phase ist für die erste Jahreshälfte 2031 geplant. Dabei sollen Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe modernisiert werden. Zudem wird die Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgerüstet.
Zusammen werden die beiden Sperrphasen 24 Wochen dauern – zwei Wochen länger als die ursprünglich geplanten 22 Wochen. Die Strecke München–Rosenheim ist eine zentrale Verkehrsachse in Bayern und wird täglich von Regional- und Fernzügen, Güterverkehren sowie der S-Bahn genutzt.
Peter Westenberger, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, kritisierte, dass der neue Plan den Anforderungen nicht gerecht werde. Er forderte die Deutsche Bahn auf, Baustellen im eingleisigen Betrieb einzurichten und Ausweichstrecken vorab auszubauen, um die Beeinträchtigungen zu verringern.
Durch die überarbeitete Planung erstreckt sich die Sanierung nun über mehrere Jahre, wobei die Hauptarbeiten 2028 und 2031 stattfinden. Zwar soll die Aufteilung in zwei Phasen die Auswirkungen einer einzigen Langzeitsperrung mildern, doch müssen sich sowohl Güter- als auch Personenzüge auf längere Behinderungen einstellen. Die abschließenden Modernisierungsmaßnahmen umfassen eine erneuerte Infrastruktur sowie die Einführung von ETCS für eine verbesserte Zugsteuerung.






