24 May 2026, 22:02

Deutschland hält an strengen Grenzkontrollen trotz WM-Euphorie fest

Dobrindt: Keine konkrete Bedrohung für die Fußball-Weltmeisterschaft durch den Iran-Krieg

Deutschland hält an strengen Grenzkontrollen trotz WM-Euphorie fest

Deutschland verlängert Grenzkontrollen wegen anhaltender internationaler Spannungen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat bestätigt, dass die bestehenden Grenzkontrollen beibehalten werden. Als Begründung nannte er Sicherheitsbedenken im Vorfeld großer Veranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Maßnahme folgt auf monatelange Überprüfungen, die bereits zu Tausenden Festnahmen und Einreiseverweigerungen geführt haben.

Seit Einführung der Kontrollen wurden etwa 35.000 Personen die Einreise nach Deutschland verweigert. Zudem nahmen die Behörden fast 9.000 gesuchte Personen mit Haftbefehl fest sowie über 1.400 mutmaßliche Schleuser. Dobrindt betonte, diese Schritte seien notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten – insbesondere während Großveranstaltungen wie Public-Viewing-Zonen und dem Oktoberfest.

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Der Minister äußerte sich auch zur bevorstehenden Weltmeisterschaft, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Zwar räumte er ein, dass das Turnier die Stimmung im Land aufhellen könnte, doch blieb er unsicher, ob es die allgemeine Stimmungslage in Deutschland spürbar verändern werde. Optimistisch zeigte er sich hingegen mit Blick auf die Chancen der Nationalmannschaft: Er traue dem Team zu, bis ins Finale vorzustoßen.

In politischen Fragen riet Dobrindt den Spielern, sich auf ihre sportliche Leistung zu konzentrieren und sich nicht von äußeren Themen ablenken zu lassen. Zugleich dämpfte er Befürchtungen, der Konflikt im Iran könnte Fanveranstaltungen während des Turniers beeinträchtigen. Aktuell gebe es keine konkrete Gefahr, so der Minister.

Die verlängerten Grenzkontrollen unterstreichen Deutschlands Fokus auf Sicherheit in einer unruhigen Phase. Angesichts der bevorstehenden Großereignisse beobachten die Behörden die Lage weiterhin genau. Ob die Erfolge der Nationalmannschaft die öffentliche Stimmung in den kommenden Monaten prägen werden, bleibt abzuwarten.

Quelle