05 June 2026, 12:05

Deutschland verfehlt EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant'

Deutschland verfehlt EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

Deutschland verpasst Frist für Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie

Die neuen Vorschriften hätten eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, doch Verzögerungen haben den Prozess zurückgeworfen. Die Richtlinie zielt darauf ab, Lohnunterschiede zwischen Beschäftigten sichtbarer zu machen und ungerechte Bezahlung zu bekämpfen.

Die EU-Lohntransparenzrichtlinie verlangt von den Mitgliedstaaten, Maßnahmen einzuführen, die Gehaltsungleichheiten offenlegen. Unternehmen müssten dann Lohninformationen veröffentlichen, damit Arbeitnehmer:innen ihre Bezahlung fair vergleichen können. Deutschland hat es jedoch versäumt, die Anforderungen bis zum Stichtag Anfang Juni in nationales Recht umzusetzen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte zwar Vorbereitungen für die Gesetzgebung eingeleitet. Dennoch steht die notwendige Abstimmung zwischen den Behörden noch aus. Mittlerweile bestätigen Beamte, dass das Land die ursprüngliche Frist nicht einhalten wird.

Durch die Verzögerung müssen Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber in Deutschland länger auf die neuen Transparenzregeln warten. Ein überarbeiteter Zeitplan für die Umsetzung steht noch aus.

Mit der verpassten Frist bleibt Deutschland hinter dem EU-Vorhaben für gerechtere Löhne zurück. Solange die Richtlinie nicht umgesetzt ist, fehlt Beschäftigten weiterhin der Zugang zu klareren Gehaltsvergleichen. Die Regierung muss nun die Gesetzgebung finalisieren, bevor die neuen Regeln greifen können.

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