30 May 2026, 10:01

Deutschland will Fachkräftemangel mit internationalen MINT-Studierenden bekämpfen

International Absolventen drei Mal wahrscheinlicher, in Deutschland Arbeit zu finden

Deutschland will Fachkräftemangel mit internationalen MINT-Studierenden bekämpfen

Deutschland setzt stärker auf seine Hochschulen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen

Die Bundesrepublik kämpft mit einem wachsenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften – aktuell fehlen rund 148.500 Fachleute in den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik (MINT). Da in den nächsten zehn Jahren fast 1,85 Millionen Beschäftigte in Rente gehen, rücken internationale Studierende zunehmend als Teil der Lösung in den Fokus.

Als beliebtestes nicht-englischsprachiges Studienland hat Deutschland diesen Ansatz nun in seiner neuen Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen (2024–2034) verankert. Mehr als die Hälfte der ausländischen Studierenden in Deutschland belegen MINT-Fächer – und haben damit dreimal bessere Chancen auf einen Job als Migrant:innen, die direkt zur Arbeitsaufnahme einreisen. Wer bleibt, tut dies oft dauerhaft: Über den Hochschulweg eingewanderte Internationale möchten 1,6-mal häufiger langfristig in Deutschland bleiben.

Praktische Erfahrungen sind entscheidend für ihren Erfolg. Praktika und studiennahe Nebenjobs steigern die Beschäftigungschancen nach dem Abschluss deutlich. Studierende, die aus finanzieller Not auf fachfremde Tätigkeiten ausweichen, haben dagegen weit geringere Aussichten auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Auch Sprachkenntnisse machen einen Unterschied: Gute Deutschkenntnisse erhöhen die Einstellungschancen selbst für Stellen, die vollständig auf Englisch ausgetragen werden. Die neue Strategie der Bundesregierung betont daher die Bedeutung, internationale Studierende als künftige Fachkräfte zu fördern und besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

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Die Strategie stimmt die Hochschulen stärker auf die Bedürfnisse des deutschen Arbeitsmarktes ab – insbesondere in MINT-Berufen. Durch verbesserte Praxisausbildung und Sprachförderung will das Land mehr qualifizierte Absolvent:innen halten. Der Erfolg hängt davon ab, dass Studierende relevante Berufserfahrung sammeln und finanzielle Zwänge vermeiden, die ihre Karrierechancen schmälern.

Quelle