Die Linke wählt neue Doppelspitze und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt
Lara BauerDie Linke wählt neue Doppelspitze und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt
Die Linke hat eine dreitägige Konferenz in Potsdam mit wegweisenden Personalentscheidungen und einer Neuausrichtung ihrer Haltung zum Gaza-Konflikt abgeschlossen. Die Delegierten wählten eine neue Doppelspitze und diskutierten über die strategische Ausrichtung der Partei angesichts innerparteilicher Spannungen. Zudem ging es um die Rolle der Linken bei den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland.
Ines Schwerdtner wurde mit etwa 86 Prozent der Stimmen als Parteivorsitzende wiedergewählt. Dieses Ergebnis fällt deutlich besser aus als bei ihrer ersten Wahl 2024, als sie rund 80 Prozent der Stimmen erhielt. Sie trat ohne Gegenkandidatur an.
Luigi Pantisano wurde mit knapp über 53 Prozent Zustimmung zum neuen Co-Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Jan van Aken, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Wie Schwerdtner kandidierte auch Pantisano ohne Konkurrenz.
Die Konferenz offenbarten tiefe Gräben in der Frage der Haltung der Partei zu Israel und dem Gaza-Krieg. Nach intensiven Debatten einigte man sich auf einen Kompromiss und bezeichnete die israelischen Militäroperationen in Gaza offiziell als Völkermord. Diese Positionierung zeigt den Versuch der Partei, in einer umstrittenen Frage klar Stellung zu beziehen.
Die Linke geht nun mit einer bestätigten Führung und einer deutlicher konturierten Haltung zum Gaza-Konflikt aus dem Parteitag hervor. Die strategische Ausrichtung bleibt ein zentrales Thema, während sich die Partei auf mögliche Einflussnahme bei den bevorstehenden Landtagswahlen vorbereitet. Die Ergebnisse der Konferenz legen den Grundstein für ihre politische Rolle in den kommenden Monaten.






