DLRG Fürth warnt: Immer mehr Kinder können nicht sicher schwimmen
DLRG-Ortsgruppe Fürth warnt vor nachlassenden Schwimmfähigkeiten bei Kindern
Die DLRG-Ortsgruppe Fürth schlägt Alarm: Immer mehr Kinder können nicht ausreichend schwimmen. Jährlich veranstaltet der Verein zwei Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche, die sich über jeweils 15 Abende erstrecken und an denen etwa 42 bis 50 Teilnehmer teilnehmen. Doch trotz dieser Angebote tun sich viele Kinder weiterhin schwer mit grundlegenden Fähigkeiten zur Wassersicherheit.
In den vergangenen Jahren haben sich die motorischen Fähigkeiten der Kinder im Wasser verschlechtert. Einige brauchen deutlich länger, um grundlegende Bewegungsabläufe zu beherrschen. Markus Mootz, Ausbildungsleiter der DLRG Fürth, warnt vor gefährlichen Fehleinschätzungen vieler Eltern: „Viele lassen ihre Kinder mit Schwimmflügeln ins Wasser und wenden sich dann ab.“ Er betont, wie entscheidend eine lückenlose Aufsicht ist.
Auch das Seepferdchen-Abzeichen, oft als wichtiger Meilenstein angesehen, bürgt nicht für sicheres Schwimmen. Es bescheinigt lediglich, dass ein Kind eine kurze Strecke schwimmen kann. Mangelnde Aufsicht und eine schlechte körperliche Verfassung bleiben die häufigsten Ursachen für Unfälle bei jüngeren Kindern.
2025 verzeichnete die DLRG bundesweit mindestens 393 Ertrinkungstote – mit einem besorgniserregenden Anstieg in der Altersgruppe der 11- bis 30-Jährigen. Selbstüberschätzung und Alkoholkonsum spielen hier eine große Rolle, während ältere Schwimmer vor allem durch plötzliche Kältereize im Wasser gefährdet sind. Zudem haben schulische Schwimmangebote abgenommen, unter anderem wegen eines Mangels an qualifizierten Lehrkräften und größerer Klassen.
Um die Wassersicherheit zu fördern, findet am Samstag, 13. Juni 2026, im Playmobil-FunPark in Zirndorf ein Familien-Aktionstag statt. Das Programm umfasst interaktive Mitmachaktionen sowie eine DLRG-Rallye, bei der sicherer Badespaß im Mittelpunkt steht.
Die DLRG appelliert weiterhin an Eltern, die Baderegeln einzuhalten und stets aufmerksam zu bleiben. „Handys haben am Wasser nichts verloren“, so die klare Botschaft. Angesichts steigender Ertrinkungszahlen bleiben Aufklärung und eine fundierte Schwimmausbildung unverzichtbar, um Unfälle im und am Wasser zu verhindern.






