22 April 2026, 06:11

Dorfhelfer im Landkreis Fürth kämpfen ums Überleben – nur noch 13 übrig

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Hofarbeit Landstromverwaltung" auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit einer Grafik eines Hofes mit einem Traktor und einem Bauernhof.

Dorfhelfer im Landkreis Fürth kämpfen ums Überleben – nur noch 13 übrig

Dramatischer Rückgang der Dorfhelfer im Landkreis Fürth

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Die Zahl der Dorfhelfer im Landkreis Fürth ist im vergangenen Jahrzehnt stark gesunken. Während es 2014 noch 33 Helfer gab – drei in Vollzeit und 30 in Teilzeit – sind heute nur noch 13 übrig, davon lediglich zwei in festem Beschäftigungsverhältnis. Dieser Rückgang wirft Fragen nach der Zukunft unverzichtbarer Unterstützungsleistungen für lokale Betriebe und Höfe auf.

Dorfhelfer übernehmen im Notfall wichtige Aufgaben, wenn Landwirte oder Unternehmen in Engpässen stecken. Ihr Einsatz reicht von der Tierversorgung – etwa Füttern oder Melken – über Haushaltshilfen bis hin zu Arbeiten im Freien. Heike Vogel, seit 20 Jahren als Dorfhelferin tätig, leistet solche Unterstützung im gesamten Landkreis, wo immer sie gebraucht wird.

Erst kürzlich besuchte Landrat Bernd Obst Vogels Hof in Deberndorf, um auf die Bedeutung dieser Dienste aufmerksam zu machen. Der Besuch erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Organisationen wie der Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth und die Evangelische Dorf- und Betriebshilfe in Bayern Hesselberg aktiv Nachwuchs suchen. Beide Einrichtungen werben um Vollzeit- oder Teilzeitkräfte, um die wachsenden Lücken zu schließen.

Das Problem beschränkt sich nicht auf die Region. Bundesweit ist die Zahl der geleisteten Einsatzstunden für betriebliche Hilfen von 42.000 im Jahr 2014 auf 26.000 im Jahr 2024 gesunken. Diese Entwicklung lässt viele Höfe ohne ausreichende Notfallunterstützung zurück.

Interessierte können sich beim Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth an Franziska Wollandt wenden – entweder über die Website mr-mfr.de/fuerth/, telefonisch unter 09127 / 95 48 660 oder per E-Mail an [email protected]. Die Evangelische Dorf- und Betriebshilfe in Bayern Hesselberg ist über Hans-Georg Müller erreichbar: ebz-hesselberg.de/dienste-und-einrichtungen/, Telefon 09854 / 100 oder [email protected].

Der Schwund an Dorfhelfern hinterlässt eine Lücke in der Unterstützung für kämpfende Betriebe und Höfe. Während die Organisationen nun um Verstärkung werben, wird sich in den kommenden Monaten zeigen, ob der Landkreis die Entwicklung umkehren kann. Bis dahin gibt es für Hilfesuchende wie für potenzielle Helfer klare Anlaufstellen.

Quelle