DUH verklagt McDonald's wegen irreführender Klimaversprechen vor Gericht
Elias FrankeDUH verklagt McDonald's wegen irreführender Klimaversprechen vor Gericht
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klage gegen McDonald's Deutschland wegen dessen Klimaversprechen eingereicht. Die Umweltorganisation wirft dem Fast-Food-Konzern vor, Kunden mit vagen Zusagen über die angestrebte Klimaneutralität bis 2050 in die Irre zu führen. Die Klage wurde diese Woche beim Landgericht München I eingereicht.
Die DUH bezichtigt McDonald's, keine klaren Angaben dazu zu machen, wie das Unternehmen seine Klimaziele erreichen will. Die Organisation argumentiert, dass die Aussagen des Konzerns an überprüfbaren Maßnahmen zur CO₂-Reduktion, Zwischenzielen und einem realistischen Umsetzungsplan mangeln. Sie bezeichnet diese Versprechen als "dreiste Öko-Täuschung" und "irreführende Zukunftsversprechen".
McDonald's Deutschland hat inzwischen die Formulierungen auf seiner Website zur Klimaneutralität überarbeitet. Das Unternehmen hält die Klage für unnötig, da die beanstandeten Aussagen nicht mehr öffentlich einsehbar seien und sie Verbrauchern keinen weiteren Nutzen bringe.
Die DUH besteht darauf, dass McDonald's sich zuvor zur vollständigen Klimaneutralität bis 2050 verpflichtet habe – inklusive der Emissionen der gesamten Lieferkette. Die Organisation fordert nun mehr Transparenz und Verbindlichkeit bei den Umweltaussagen des Konzerns.
Der Fall wird nun vor dem Landgericht München I verhandelt. Während die DUH klarere Nachweise für die Klimastrategie von McDonald's einfordert, argumentiert das Unternehmen, die überarbeiteten Kommunikationen würden die Bedenken bereits ausräumen. Das Urteil könnte richtungsweisend dafür werden, wie Unternehmen in Deutschland künftig ihre Umweltzusagen darlegen.






