04 May 2026, 10:02

Durchbruch in der Tarnkappentechnologie: Forscher machen Hindernisse unsichtbar

Ein blauer Kapuzenmantel, der auf Papier gezeichnet ist.

Durchbruch in der Tarnkappentechnologie: Forscher machen Hindernisse unsichtbar

Forschende haben einen wichtigen Schritt gemacht, um Objekte unsichtbar zu machen – nicht für das bloße Auge, sondern für bestimmte Wellen wie Licht oder Schall. Ein Team der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit Partnern aus Kassel und Polen hat eine Methode entwickelt, die mithilfe von Magnetfeldern und winzigen kolloidalen Teilchen die Bewegung von Partikeln verbirgt.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Tarnkappentechnologie, ein Verfahren, das Objekte effektiv unsichtbar macht, indem es sie vor Wellen abschirmt. Die Wissenschaftler:innen nutzten hier ein Magnetfeld, um paramagnetische Kolloide durch ein schachbrettartiges Muster zu lenken. Durch präzise, mathematisch berechnete Anpassungen des Feldes schufen sie Zonen, in denen die Teilchen Hindernisse scheinbar vollständig umgingen.

Die Partikel, die sich durch diese „unsichtbaren“ Bereiche bewegten, erreichten ihr Ziel zur exakt gleichen Zeit wie solche auf einem ungehinderten Pfad. Dies deutet darauf hin, dass die Hindernisse keinen nachweisbaren Einfluss auf ihre Bewegung hatten. Die Studie unter der Leitung von Anna Rossi, Thomas Märker, Nico Stühlmüller, Daniel de las Heras und Thomas Fischer wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Über die theoretische Forschung hinaus wendet das Team das Tarnkappenprinzip nun auch praktisch an. Ein zentrales Anwendungsgebiet sind Lab-on-a-Chip-Systeme – miniaturisierte chemische Labore, in denen die Kontrolle des Teilchenflusses entscheidend ist. Die Methode könnte Prozesse optimieren, indem bestimmte Wege oder Reaktionen für störende Kräfte unsichtbar gemacht werden.

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Die Ergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten für die Steuerung von Teilchentransport in Präzisionssystemen. Durch die Übertragung der Tarnkappentechnologie auf Lab-on-a-Chip-Anwendungen könnte die Forschung die Effizienz in chemischen und biomedizinischen Bereichen verbessern. Die Arbeit des Teams baut auf früheren Unsichtbarkeitskonzepten auf, passt sie jedoch für dynamische, reale Umgebungen an.

Quelle