Freisinger Innenstadt: Wut über Riesen-Elektrobusse und explodierende Gaststättensitzplatz-Gebühren
Elias FrankeFreisinger Innenstadt: Wut über Riesen-Elektrobusse und explodierende Gaststättensitzplatz-Gebühren
In der Freisinger Innenstadt wächst die Verärgerung über zu große Elektrobusse und eine plötzliche drastische Erhöhung der Gebühren für Außenbestuhlung. Beide Oberbürgermeisterkandidaten, Monika Schwind und Nico Heitz, üben scharfe Kritik an den jüngsten Änderungen und fordern schnelles Handeln. Die Probleme sorgen bei Gewerbetreibenden und Anwohnern gleichermaßen für Besorgnis.
Die Einführung der großen Elektrobusse in Freising hat zu erheblichen Schwierigkeiten für Fußgänger und Radfahrer geführt. Anwohner berichten, dass die Fahrzeuge – als zu groß für die engen Innenstadtstraßen befunden – täglich für Behinderungen sorgen. Zwar zeigen Fahrgastbefragungen im benachbarten München eine Zustimmungsrate von 95 Prozent für E-Busse auf Regionalstrecken, doch liegen keine spezifischen Daten zu den wirtschaftlichen oder praktischen Auswirkungen in Freising selbst vor.
Beide Kandidatinnen und Kandidaten sind sich einig, dass kleinere Busse nötig sind. Nico Heitz schlägt vor, vorübergehend auf kompakte Dieselfahrzeuge umzusteigen oder auf kleinere E-Bus-Modelle zu warten. Monika Schwind geht weiter und fordert eine umfassende Überprüfung des gesamten Busnetzes, inklusive Anpassungen der Linienführung und Taktungen.
Gleichzeitig trifft die Gewerbetreibenden eine weitere unerwartete Veränderung: eine deutliche Erhöhung der Gebühren für Außenbestuhlung. Die Anhebung wurde ohne Absprache mit den betroffenen Restaurants und Cafés umgesetzt und löste damit Empörung aus. Schwind räumte den Fehler ein und bedauerte die mangelhafte Kommunikation bei der Entscheidung. Heitz kündigte daraufhin an, die Stadtverwaltung arbeite bereits an einer Senkung der Gebühren auf ein angemessenes Niveau.
Die Stadt steht nun unter Druck, sowohl das Problem der übergroßen Busse als auch den Streit um die Gebührenerhöhung zu lösen. In den kommenden Monaten werden Anpassungen im ÖPNV sowie eine Rücknahme der Gebührenanhebung erwartet. Gewerbetreibende und Anwohner werden die konkreten Veränderungen genau beobachten.