Gauweiler schlägt CSU-Bündnis mit Freien Wählern für die Bundestagswahl vor
Philipp KochGauweiler schlägt CSU-Bündnis mit Freien Wählern für die Bundestagswahl vor
Peter Gauweiler, langjähriger CSU-Politiker und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, hat vor der nächsten Bundestagswahl eine neue Bündnisstrategie vorgeschlagen. Er wirbt dafür, dass seine Partei mit den Freien Wählern unter einem gemeinsamen Label antreten soll. Das Ziel: die bürgerlich-konservativen Wähler zu einen und damit einer aus seiner Sicht linksgerichteten Bundesregierung etwas entgegenzusetzen.
Gauweiler schlägt vor, die Freien Wähler könnten als „Bündnis Freie Wähler/CSU“ in den Wahlkampf ziehen. Seine Argumentation: Zwar gebe es in Deutschland eine Mehrheit für bürgerliche Positionen, doch die aktuelle Regierung stehe links – auch wegen des Einflusses der rechtspopulistischen AfD, die für ihn als Partner weiterhin „tabu“ bleibe. Die FDP wiederum sei zu schwach, um allein die nötigen Stimmen zu holen, weshalb die Freien Wähler der naheliegendste Verbündete seien.
Laut seinem Plan sollten die Freien Wähler zunächst Kandidaten in Wahlkreisen außerhalb Bayerns aufstellen. Gauweiler räumt ein, dass Parteichef Hubert Aiwanger zwar das Profil der Freien Wähler geschärft habe, ihr Einfluss aber bisher über den Freistaat kaum hinausreiche. Als Vorbild dient ihm Bayern, wo CSU und Freie Wähler seit 2018 gemeinsam regieren.
Ein bundesweites Bündnis, so Gauweiler, würde den Freien Wählern neuen Auftrieb geben und bürgerlichen Mehrheiten im Bundestag den Weg ebnen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Einschnitt in der deutschen Parteienlandschaft. Entscheidend wird sein, ob es den Freien Wählern gelingt, über Bayern hinaus zu wachsen – und ob die CSU ihr etabliertes Gewicht in eine solche Allianz einbringt. Ob die Parteien diesen Kurs tatsächlich einschlagen, hängt nun von internen Debatten und der Resonanz der Wähler ab.






