Geothermie-Projekt in Nürnberg: 2026 startet die Suche nach grüner Erdwärme für die Region
Lara BauerGeothermie-Projekt in Nürnberg: 2026 startet die Suche nach grüner Erdwärme für die Region
Ab 2026 soll im Raum Nürnberg ein großes Geothermie-Erkundungsprojekt starten. Der Energieversorger N-ERGIE erhielt im vergangenen Jahr die Genehmigung, ein 200 Quadratkilometer großes Gebiet auf sein Potenzial für erneuerbare Wärme zu untersuchen. Die unter dem Namen Erdwärme Franken laufende Initiative zielt darauf ab, die Nutzung grüner Energie in den lokalen Fernwärmenetzen auszubauen.
Im Rahmen des Projekts werden 2D-seismische Untersuchungen durchgeführt, um unterirdische Wärmequellen zu kartieren. Dabei werden entlang von sechs Routen Schallwellen bis zu fünf Kilometer tief in den Untergrund gesendet. Die Strecken führen durch Nürnberg, Fürth sowie benachbarte Gemeinden wie Oberasbach, Stein und Zirndorf und umfassen insgesamt etwa 110 Kilometer.
Die Feldarbeiten sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant und sollen vier bis fünf Wochen dauern. Spezialfahrzeuge werden die Messungen durchführen und Daten sammeln, die später als Grundlage für die lokale Wärmeplanung dienen könnten. N-ERGIE arbeitet eng mit den Landkreisen und Kommunen zusammen, um die Maßnahmen zu koordinieren.
Die Ergebnisse werden den betroffenen Gemeinden zur Verfügung gestellt, um sie bei der Entwicklung zukünftiger Energiestrategien zu unterstützen. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärme zu erhöhen, indem geeignete Geothermie-Standorte identifiziert werden.
Das Projekt Erdwärme Franken stellt einen wichtigen Schritt zur Ausweitung der Geothermie in der Region dar. Die Untersuchungen liefern detaillierte Daten über den Untergrund, die Kommunen für nachhaltige Wärmeplanungen nutzen können. Mit dem Start der Arbeiten wird nach Abschluss der Vorbereitungen im späten Jahr 2026 gerechnet.






