30 June 2026, 12:01

Gorleben bleibt Atom-Zwischenlager für weitere 20 Jahre – trotz Proteste

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt Atom-Zwischenlager für weitere 20 Jahre – trotz Proteste

Atomanlagen-Zwischenlager Gorleben bleibt zwei Jahrzehnte länger in Betrieb

Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird voraussichtlich noch zwei weitere Jahrzehnte genutzt. Die aktuelle Genehmigung läuft zwar 2034 aus, doch durch die Verlängerung wird der Betrieb deutlich über den ursprünglichen Stichtag hinaus fortgesetzt. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Müll auch nach 2031 noch nicht abgeschlossen sein wird.

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Die Anlage wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet – mit dünneren Wänden und Decken als neuere Zwischenlager. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, die in 13 Transporten zwischen 1995 und 2011 angeliefert wurden. Jeder dieser Transporte löste großangelegte Proteste aus.

Die bundeseigene Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) begründet die Verlängerung mit Sicherheitserfordernissen. Seit 2024 errichtet der Betreiber eine zehn Meter hohe Schutzbarriere um das Gelände. Die Genehmigung des Weiterbetriebs wird vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) überwacht.

Umweltaktivisten kritisieren die Verlängerung um 20 Jahre scharf. Dennoch bleibt die Anlage nun mindestens bis 2054 in Betrieb. Die Verlängerung sichert Gorlebens Funktion als Zwischenlager, während die Suche nach einem Endlager weitergeht. Die Anlage wird auch in den kommenden Jahrzehnten hochradioaktiven Abfall aufnehmen. Zu den laufenden Sicherheitsmaßnahmen zählt unter anderem der Bau der neuen Barriere.

Quelle