19 April 2026, 10:02

Halle (Saale) stoppt Tiefgarage am Rathenauplatz – Spielplatz bleibt erhalten

Stadtspielplatz mit Graffiti, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Bänken und einigen Menschen und Fahrzeugen auf der Straße unter einem sichtbaren Himmel.

Halle (Saale) stoppt Tiefgarage am Rathenauplatz – Spielplatz bleibt erhalten

Pläne für eine Tiefgarage am Rathenauplatz in Halle (Saale) sind offiziell vom Tisch. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt bestätigte die Entscheidung in einer Videobotschaft und beendete damit die Spekulationen über das Projekt. Stattdessen wird der Spielplatz auf dem Gelände nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet.

Der Schritt folgt auf Bedenken von Anwohnern, darunter auch die eines elfjährigen Jungen, der sich in einer Stadtratssitzung zu Wort meldete. Auch die hohen Kosten spielten eine entscheidende Rolle bei der Abschaffung der Garagenpläne, die Gerüchte über die Zukunft des Spielplatzes ausgelöst hatten.

Die Idee einer Tiefgarage am Rathenauplatz war ursprünglich als mögliche Lösung für den Parkplatzmangel in der Stadt aufgetaucht. Doch die Stadt gab die Pläne später wegen der hohen Ausgaben auf. Stattdessen kündigten die Verantwortlichen an, den Spielplatz nach einer Modernisierung vollständig wiederherzustellen.

Die Sanierung des Spielplatzes wird über eine Million Euro kosten. Die Finanzierung stammt aus einer Sonderrücklage, die für städtische Aufwertungsmaßnahmen vorgesehen ist. Oberbürgermeister Vogt wandte sich direkt an die Öffentlichkeit und versicherte den Familien, dass der Spielplatz erhalten bleibe.

Zuvor hatten Gerüchte die Runde gemacht, der Spielplatz könnte abgerissen werden, um Platz für die Tiefgarage zu schaffen. Diese Behauptungen veranlassten den elfjährigen Jonathan, seine Sorgen in einer Stadtratssitzung vorzutragen. Seine Äußerungen spiegelten die breite Ablehnung in der Bevölkerung wider, den Freizeitbereich zu verlieren.

Obwohl das Projekt am Rathenauplatz nun nicht weiterverfolgt wird, prüft die Stadt den Bau kleinerer Quartiersgaragen. Diese sollen gezielt in Gebieten mit dem höchsten Parkplatzbedarf entstehen und eine kostengünstigere Alternative zu großflächigen Bauvorhaben bieten.

Der Spielplatz am Rathenauplatz wird nach der eine Million Euro teuren Sanierung bald wieder eröffnet. Die Abschaffung der Tiefgarage folgt auf finanziellen und öffentlichen Druck. Unterdessen verlagert die Stadt ihren Fokus auf kleinere Parklösungen in stark frequentierten Wohngebieten.

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