17 June 2026, 17:04

Hamburg führt als erstes Bundesland flächendeckende Verfassungsschutz-Checks für Beamte ein

Rot-Grün setzt neue radikale Verordnung um

Hamburg führt als erstes Bundesland flächendeckende Verfassungsschutz-Checks für Beamte ein

Hamburg wird voraussichtlich das erste deutsche Bundesland sein, das flächendeckende Überprüfungen von Beamten durch den Verfassungsschutz einführt. Das geplante Gesetz, das den öffentlichen Dienst vor verfassungsfeindlichen Einflüssen schützen soll, wird am 17. Juni im Hamburger Parlament zur Abstimmung stehen. Sollte es verabschiedet werden, läuft es automatisch am 31. Juli 2031 aus.

Die regierende Koalition aus SPD und Grünen unterstützt den Gesetzentwurf, ebenso wie die oppositionelle CDU. Um die Verabschiedung zu sichern, hat die Koalition die Abstimmung auf Juni vorgezogen und plant, noch am selben Tag einen Änderungsantrag mit geringfügigen Formulierungsanpassungen einzubringen. Die Linke beabsichtigt, eine namentliche Abstimmung zu beantragen, um die individuellen Positionen der Abgeordneten zum Gesetz festzuhalten.

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Gleichzeitig wächst der Widerstand gegen das Vorhaben. Die Jusos und die Grüne Jugend kritisieren den Entwurf als nicht streng genug – trotz Warnungen von Expert:innen. Am Tag der Abstimmung werden die Jusos, die Grüne Jugend und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten, um ihre Bedenken zu äußern.

Auch Proteste sind geplant: Das Bündnis gegen Berufsverbote, die Gewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wollen mit einer Demonstration gegen das Gesetz mobilisieren. Trotz des Widerstands ziehen bereits andere Bundesländer ähnliche Regelungen in Betracht.

Aufgrund der breiten politischen Unterstützung gilt die Verabschiedung des Gesetzes als wahrscheinlich. Bei einer Annahme bleibt es bis 2031 in Kraft, sofern keine Verlängerung beschlossen wird. Die Umsetzung in Hamburg könnte für andere Regionen, die vergleichbare Überprüfungsverfahren prüfen, richtungsweisend sein.

Quelle