Hitze legt Nürnberger Straßenbahn lahm – Rückkehr ungewiss und teuer
Nürnbergs Straßenbahnnetz liegt lahm – wann es wieder fährt, ist ungewiss
Extreme Hitze hat in Nürnberg Gleise und Fahrzeuge so stark beschädigt, dass der Straßenbahnverkehr komplett zum Erliegen gekommen ist. Die Stadt spricht von einer beispiellosen Situation in diesem Ausmaß.
Durch die hohen Temperaturen schmolz der Bitumenfüller in der Straßenoberfläche und überzog Schienen, Räder und Fahrzeugunterböden mit einer klebrigen Masse. Die Reinigung gestaltet sich dadurch äußerst mühsam – derzeit schaffen die Einsatzteams nur zwei Fahrzeuge pro Tag zu säubern.
Aufgrund der flächendeckenden Schäden muss nun das gesamte Straßenbahnnetz überprüft werden. Tim Dahlmann-Resing, Mitglied der VAG-Geschäftsführung, bezeichnete die Situation als „greifbare Folge des Klimawandels“. Sowohl Verkehrsbetriebe als auch Hersteller müssten sich künftig auf solche Extrembedingungen einstellen.
Um die Fahrgäste trotzdem zu transportieren, bringen Taxis und Busse die Menschen von den Außenstrecken zu den U-Bahn-Stationen. Die Fahrzeuge halten dabei am Straßenrand, nicht an den offiziellen Haltestellen. Die VAG verzeichnet bereits Schäden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro.
Wie umfangreich die Reparaturen ausfallen und wann der Betrieb wiederaufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Um die Herausforderungen zu bewältigen, wird Unterstützung von Bund und Land nötig sein. Die Stadt arbeitet unter Hochdruck an einer schnellen Lösung.
