IHK warnt vor wirtschaftlicher Stagnation in Sachsen-Anhalt trotz Reformdrucks
Philipp KochIHK warnt vor wirtschaftlicher Stagnation in Sachsen-Anhalt trotz Reformdrucks
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau warnt vor anhaltender wirtschaftlicher Stagnation in Sachsen-Anhalt. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung machte die Organisation auf tiefgreifende strukturelle Herausforderungen aufmerksam, die sowohl die Region als auch Deutschland insgesamt belasten. IHK-Präsident Sascha Gläßer nannte steigende Kosten, übermäßige Regulierung und zögerliche Reformen als zentrale Hindernisse.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Sachsen-Anhalts. Gläßer benannte hohe Energiepreise, teure Arbeitskräfte, überhöhte Steuern und Bürokratie als Haupthemmnisse für Wachstum. Er betonte, dass ohne schnelle Reformen die Wettbewerbsfähigkeit der Region weiter sinken werde.
Die IHK verabschiedete ein Positionspapier mit dem Titel "Politische Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026", in dem ihre Kernanliegen festgehalten sind. Das Dokument soll als Grundlage für Gespräche mit Parteien, Kandidat:innen und der Öffentlichkeit im Vorfeld der Landtagswahl 2026 dienen. Die Kammer will damit vor der Wahl konkrete Lösungsansätze vorantreiben.
Obwohl Bundespolitiker:innen den Handlungsbedarf anerkennen, fehle es Gläßer zufolge bisher an spürbaren Entlastungen. Trotz der düsteren Prognosen würdigte die Vollversammlung auch positive Resonanz auf die IHK-Kampagne, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts in den Fokus rückt.
Das Positionspapier der IHK bildet nun die Basis für weitere Dialoge mit relevanten Akteur:innen. Mit Blick auf die Wahl 2026 will die Kammer durch Fachwissen und gezielte Vorschläge die Wirtschaftspolitik mitgestalten – mit dem Ziel, die Stagnation zu überwinden und die Rahmenbedingungen für Unternehmen in der Region zu verbessern.






