KNDS baut deutsche Rüstungsproduktion massiv aus – Tausende neue Jobs geplant
Finn HerrmannKNDS baut deutsche Rüstungsproduktion massiv aus – Tausende neue Jobs geplant
KNDS kündigt massive Ausweitung seiner deutschen Aktivitäten an
Der Rüstungskonzern KNDS plant eine deutliche Expansion seiner deutschen Standorte. Das Unternehmen wird zwei neue Produktionsstätten errichten und die Fertigung seiner wichtigsten gepanzerten Fahrzeuglinien deutlich ausbauen. Dieser Schritt unterstreicht die anhaltende Bedeutung von Panzern, Artillerie und geschützten Radfahrzeugen für die moderne Kriegsführung aus Sicht von KNDS.
Geplant sind zwei zusätzliche Werke in Deutschland: An einem Standort soll die komplette Produktion von Radfahrzeugen – darunter der Boxer – stattfinden. Die zweite Fabrik wird sich auf Schweißarbeiten spezialisieren und damit das Modell der Alstom-Schienenfahrzeugproduktion in Görlitz widerspiegeln.
Bis zum Ende des Jahrzehnts rechnet KNDS mit einem Personalzuwachs von 4.000 bis 5.000 Beschäftigten in Deutschland – fast eine Verdopplung der Belegschaft. Diese Expansion soll die gesteckten Produktionsziele ermöglichen: Die Fertigung von Leopard-Kampfpanzern soll sich verdreifachen, während die Produktion des Boxer-Schützenpanzers und von Artilleriesystemen auf das Vierfache steigen wird. Auch die Herstellung des Puma-Schützenpanzers soll mittelfristig verdoppelt werden.
Aktuell führt das Unternehmen Gespräche über mögliche Partnerschaften und prüft geeignete Standorte für die neuen Werke. Die Produktion gepanzerter Fahrzeuge bleibt ein zentraler Schwerpunkt von KNDS.
Durch die Expansion kann das Unternehmen die Fertigung seiner Hauptkampfpanzer, Artilleriesysteme und Radfahrzeuge deutlich hochfahren. Die neuen Standorte und der Personalaufbau sollen die gestiegene Nachfrage bedienen. KNDS bekräftigt damit sein langfristiges Engagement im Bereich gepanzerter Systeme.
