05 June 2026, 15:09

Koreanische Kunst begeistert beim Avignon-Festival mit mutigem Storytelling und Tanz

Koreanische Darstellende Künste, darunter eine Inszenierung von Han Kang, rücken im Fokus des 80. Avignon Festivals

Koreanische Kunst begeistert beim Avignon-Festival mit mutigem Storytelling und Tanz

Koreanische Darstellende Künste im Rampenlicht des diesjährigen Avignon-Festivals

Die 80. Ausgabe des Festivals hat Koreanisch zur offiziellen Gastsprache ernannt – als erste asiatische Sprache überhaupt. Vom 4. bis 25. Juli präsentiert das Event neun Werke von sieben koreanischen Künstler:innen aus den Bereichen Theater, Tanz und szenische Lesungen.

Tiago Rodrigues, künstlerischer Leiter des Festivals, betonte die Tiefe und Kraft der koreanischen Darstellenden Künste und Sprache. Besonders lobte er ihre Fähigkeit, das Publikum mit mutigem Storytelling und innovativen Formen zu begeistern.

Das Programm vereint zeitgenössische und experimentelle Stücke. Her Sung-im zeigt mit 1 Grad Celsius eine Tanzperformance zu Umweltfragen. Lee Hye-young präsentiert eine szenische Lesung von Han Kangs Wir trennen uns nicht, einer literarischen Adaption, die Aufmerksamkeit erregt.

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Drei Inszenierungen des Regisseurs Koo Ja-ha sind zu sehen: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi. Weitere eingeladene Werke umfassen Lee Kyung-sungs Inselgeschichte, Lee Jin-yeobs Mulji und Lee Jar-rams Schnee, Schnee, Schnee. Auch Liquid Sounds KIN: Yeonhee Project 1 ist vertreten.

Die koreanische Auswahl entstand in Kooperation mit dem Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival. Diese Zusammenarbeit bringt eine vielfältige Palette an Aufführungen nach Avignon.

Die Fokussierung auf koreanische Werke markiert einen historischen Moment für die asiatische Repräsentation in den europäischen Darstellenden Künsten. Mit neun Produktionen aus Theater, Tanz und Lesungen führt das Festival ein globales Publikum in Koreas lebendige Kulturszene ein. Die Vorstellungen laufen im Juli und bieten eine seltene Gelegenheit, diese Werke in Frankreich zu erleben.

Quelle