Ingolstadt und Regensburg führen bei Ladesäulen - Ladesäulen in Deutschland: Warum die Versorgung so ungleich ist
Deutschlands Ladeinfrastruktur für Elektroautos wächst rasant – doch die Verteilung bleibt ungleich
In den vergangenen Jahren hat Deutschland sein Netz an Ladestationen für Elektroautos stark ausgebaut. Bis Oktober 2025 verfügte das Land über 135.691 Normalladesäulen und 44.247 Schnellladestationen. Dennoch ist die Verteilung dieser Ladepunkte nach wie vor ungleichmäßig – in manchen Regionen reicht das Angebot kaum aus, um die Nachfrage zu decken.
Noch im Juli 2022 führte Bayern mit fast 35.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten die Statistik an. Dennoch kamen hier im Schnitt 15,7 Elektroautos auf eine Ladestation – ein deutlicher Hinweis auf die Belastung der Infrastruktur. Städte wie München wiesen zwar die höchste absolute Zahl an Ladesäulen auf, lagen bei der Verfügbarkeit pro Fahrzeug jedoch nur auf Platz 90.
In anderen Gebieten war die Situation noch angespannter: In Stuttgart teilten sich 78 angemeldete Fahrzeuge eine einzige Ladestation, in Ingolstadt waren es 71. Regensburg verzeichnete mit 82 Autos pro Ladesäule die schlechteste Quote – obwohl das Verhältnis von 6,5 Elektroautos pro Ladepunkt vergleichsweise niedrig erschien. Kleinere Landkreise wie Dingolfing-Landau (7,6 E-Autos pro Säule) oder Fürth (7,0) schnitten bei der Verfügbarkeit deutlich besser ab.
Am anderen Ende der Skala stand Schwabach: Die Stadt verfügte über die wenigsten Ladepunkte insgesamt und die schlechteste Versorgung pro Fahrzeug. Die Daten zeigen eine klare Kluft zwischen Ballungsräumen und ländlicheren Regionen.
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur hält mit der Nachfrage nicht überall Schritt. Zwar weist Bayern die meisten Ladestationen auf, doch in vielen Städten herrscht nach wie vor Mangel – sodass sich mehrere Fahrer eine einzige Säule teilen müssen. Die Zahlen aus den Jahren 2022 und 2025 deuten darauf hin, dass die Balance zwischen Angebot und Zugänglichkeit weiterhin eine Herausforderung bleibt.






