27 June 2026, 22:01

Lieferchaos bei der Bahn lähmt Stahl-, Chemie- und Autoindustrie

Bahnbau-Stellen belasten die Industrie mit Milliarden-Schäden

Lieferchaos bei der Bahn lähmt Stahl-, Chemie- und Autoindustrie

Lieferverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn sorgen für massive Probleme in Schlüsselsektoren der deutschen Wirtschaft. Die chemische Industrie, die Stahlbranche und die Automobilhersteller kämpfen mit steigenden Kosten und Produktionskürzungen, weil der Schienengüterverkehr ins Stocken geraten ist. Wirtschaftsvertreter fordern nun dringend Reformen, um den Güterverkehr zu priorisieren.

Die Stahlindustrie ist in besonderem Maße auf die Bahn angewiesen – fast 50 Prozent ihrer Transporte erfolgen per Zug. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal haben aufgrund der Verspätungen bereits die Produktion gedrosselt. Ausbleibende Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten für Fertigwaren zwingen sie zu diesen Schritten.

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Auch die Chemieindustrie steht unter Druck. Rund 25 Millionen Tonnen chemischer Erzeugnisse werden jährlich auf deutschen Schienen transportiert. VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup verlangt, dass die Deutsche Bahn Güterzügen auf Ausweichstrecken Vorfahrt gewährt. Zudem fordert er bessere Planung und Koordination, um weitere Verluste zu verhindern.

Die Automobilbranche leidet seit 2022 unter sinkenden Transportkapazitäten auf der Schiene. Der Mangel erschwert den effizienten Transport von Bauteilen und Fahrzeugen. Die Folgen für diese Industrien summieren sich auf Milliardenverluste durch entgangene Umsätze und Produktivitätseinbußen.

Industrievertreter drängen auf sofortiges Handeln, um die Probleme im Schienenverkehr zu lösen. Sie argumentieren, dass Güterzüge Vorrang erhalten müssen, um weitere wirtschaftliche Schäden abzuwenden. Ohne Verbesserungen werden die Störungen Produktion und Lieferketten weiter hart treffen.

Quelle