Lilium-Übernahme durch AAMG platzt vorerst – Insolvenzverwalter blockieren Deal
Philipp KochLilium-Übernahme durch AAMG platzt vorerst – Insolvenzverwalter blockieren Deal
Die geplante Übernahme von Lilium durch die Ambitious Air Mobility Group (AAMG) hat eine Verzögerung erlitten. Die deutschen Insolvenzverwalter haben das Verfahren vorerst ausgesetzt, bis AAMG nachweist, dass sie über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügt. Die Entscheidung wird die Zukunft von Liliums Elektroflugzeug-Projekt und der Belegschaft maßgeblich prägen.
Lilium hatte Anfang dieses Jahres Insolvenz angemeldet, nachdem das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Das Start-up hatte ein siebenitziges elektrisches Senkrechtstarter-Flugzeug (eVTOL) entwickelt, doch die Arbeiten mussten eingestellt werden, als die Mittel ausgingen.
AAMG sprang ein und kündigte Pläne an, das geistige Eigentum, die Prototypen und die Infrastruktur von Lilium zu übernehmen. Die Gruppe schloss zudem einen Mietvertrag für den Lilium-Standort in Oberpfaffenhofen ab. Ihr Ziel ist es, den Lilium Jet zur Marktreife zu führen.
Die Insolvenzverwalter verlangen nun jedoch zunächst einen Nachweis über die finanzielle Stärke von AAMG, bevor das Verfahren fortgesetzt wird. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Technologie und die Mitarbeiter von Lilium eine Zukunft haben. Eine endgültige Entscheidung über die finanziellen Belege von AAMG wird in den kommenden Wochen erwartet.
Durch die Verzögerung schweben Liliums Geschäfte derzeit in der Ungewissheit. Falls AAMG die Genehmigung erhält, könnte das Projekt unter neuer Führung wiederaufgenommen werden. Ohne ausreichende Mittel könnte der Insolvenzprozess jedoch eine andere Wendung nehmen.






