Lindner nennt Rentenreform "solide Arbeit" – aber mit klaren Abstrichen
Lara BauerLindner nennt Rentenreform "solide Arbeit" – aber mit klaren Abstrichen
FDP-Chef Christian Lindner hat sich zu den Rentenreformplänen der Regierung geäußert. Das Paket bezeichnete er zwar nicht als Meisterwerk, aber immerhin als „solide Arbeit“. Zugleich machte er deutlich, dass er nicht alle 33 Empfehlungen der Rentenkommission in ihrer aktuellen Form unterstützen werde.
Kritik übte Lindner vor allem an zentralen Punkten des Vorhabens, insbesondere an der geplanten Einbeziehung Selbstständiger in die gesetzliche Rentenversicherung. Dies würde demografische Probleme verschärfen und dem Staat langfristige finanzielle Verpflichtungen aufbürden, argumentierte er. Auch lehnte er eine Kopplung der Beitragserhöhungen an das kapitalgedeckte System ab.
Gleichzeitig räumte Lindner ein, dass der Entwurf auch positive Ansätze enthalte – etwa Schritte in Richtung Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Allerdings betonte er, dass es auch Rückschritte gebe, die es zu korrigieren gelte.
Der FDP-Vorsitzende bestätigte, dass er die Rentenreform nicht persönlich vorantreiben werde. Stattdessen wolle er sich neuen intellektuellen Herausforderungen widmen, die ihn mehr interessierten. Mit Spannung verfolge er, wie sich die Vorschläge im politischen Prozess weiterentwickeln würden.
Eine vollständige Zustimmung zum aktuellen Gesetzespaket lehnte Lindner ab. Den Verantwortlichen, die aus dem Entwurf eine „echte Reform“ formen sollen, wünschte er jedoch viel Erfolg. Seine Haltung deutet auf möglichen Widerstand gegen Teile des Plans in den anstehenden Verhandlungen hin.
