18 June 2026, 12:01

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linksjugend

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Führung der Linken hat sich öffentlich von umstrittenen Äußerungen distanziert, die von Mitgliedern ihres Jugendverbandes stammen. Die Aussagen, die in einem internen Forum aufgetaucht sind, haben innerhalb der Partei breite Kritik ausgelöst. Mehrere prominente Vertreter verurteilten die Kommentare und forderten Konsequenzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mitglieder von Linksjugend [’solid], der Jugendorganisation der Partei, sollen in einer Online-Diskussion den ehemaligen sowjetischen Diktator Josef Stalin sowie die ehemalige DDR gelobt haben. In demselben Forum seien zudem antisemitische Bemerkungen über Israel im Zusammenhang mit Debatten zum Gaza-Krieg gefallen. Später präzisierte Linksjugend [’solid] jedoch, man lehne die DDR und ähnliche Systeme ausdrücklich ab – mit Verweis auf deren undemokratische Strukturen und staatliche Repression.

Die Berliner Parteivorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, forderten umgehende Maßnahmen gegen die Äußerungen des Jugendverbandes. Die Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner verurteilte die Aussagen auf das Schärfste. Christian Schaft, Fraktionschef der Linken im Thüringer Landtag, drängte auf eine offizielle Verurteilung beim anstehenden Bundesparteitag.

Es ist nicht das erste Mal, dass Linksjugend [’solid] wegen solcher Aussagen in der Kritik steht. Die Linke berät nun mit der Jugendorganisation über die Vorwürfe und mögliche Konsequenzen.

Der Streit setzt die Partei unter Zugzwang, schnell zu handeln. Da es in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle gab, mehren sich die Forderungen nach einer klaren Haltung. Von der Parteiführung wird erwartet, dass sie sich entschlossen von den Äußerungen distanziert und das Vertrauen wiederherstellt.

Quelle