20 March 2026, 12:02

Lufthansa plant Ausbau des Münchner Satelliten-Terminals – dritte Startbahn wieder im Gespräch

Alte Karte von München, Deutschland, mit einem detaillierten Plan eines Parks mit handgeschriebenen Text-Anmerkungen.

Lufthansa plant Ausbau des Münchner Satelliten-Terminals – dritte Startbahn wieder im Gespräch

Am Flughafen München könnten bald weitreichende Veränderungen anstehen, da die Lufthansa eine Erweiterung vorantreibt. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Carsten Spohr, hat Pläne angekündigt, den Satelliten-Terminal auszubauen – ein Projekt, das 2019 auf Eis gelegt worden war. Der Vorstoß hat bereits eine Debatte über die langfristigen Kapazitätsanforderungen des Flughafens ausgelöst.

Das Satellitengebäude, das 2016 eröffnet wurde, ist derzeit zu über 90 Prozent ausgelastet. Die Passagierzahlen steigen stetig: 2023 wurden 36 Millionen Reisende gezählt, 2024 bereits 42 Millionen, während die Prognose für 2025 bei 38 Millionen liegt. Der Terminal fertigt derzeit 11 Millionen Passagiere pro Jahr ab, doch seine Kapazitätsgrenzen könnten bald erreicht sein.

Im Mittelpunkt der Pläne steht die Erweiterung des östlichen Bereichs des Satelliten, der als "T-Stamm" bekannt ist, sowie dessen Anbindung an Terminal 2. Lufthansa und die Flughafen München GmbH (FMG) wollen die Erweiterung nach dem Vorbild von Terminal 2 gestalten und sie als Joint Venture betreiben. Spohr betonte, dass eine Entscheidung in den kommenden Wochen – nicht Monaten – fallen müsse. Weitere Details könnten bereits am nächsten Montag bekannt werden, wenn die Lufthansa im Rahmen ihres 100-jährigen Jubiläums am Flughafen ein Event veranstaltet.

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Der Vorschlag hat auch die Diskussion um eine dritte Startbahn in München neu entfacht. Spohr besteht darauf, dass die zusätzliche Piste für das künftige Wachstum unverzichtbar sei. Die bayerischen Grünen kritisieren die Erweiterungspläne jedoch scharf und warnen, dass sie den Flughafen näher an die Wiederbelebung des seit langem umstrittenen Projekts einer dritten Startbahn bringen könnten.

Die Expansionsbestrebungen der Lufthansa spiegeln ihre übergeordnete Strategie wider, entweder in Frankfurt oder München zu wachsen. Die Pläne des Unternehmens hängen von umfangreichen Infrastrukturaufwertungen ab, wobei die Zukunft des Satelliten-Terminals in Kürze entschieden werden soll. Jeder Schritt vorwärts wird die Debatte über die Kapazitäten des Flughafens München – und dessen ökologische Auswirkungen – wohl weiter anheizen.

Quelle