Martin Hagen soll neuer FDP-Generalsekretär unter Kubicki werden
Martin Hagen soll der nächste Generalsekretär der Freien Demokratischen Partei (FDP) werden. Wolfgang Kubicki, der voraussichtliche neue Bundesvorsitzende, schlug Hagen für diese Position vor. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Partei auf ihren Bundesparteitag Ende Mai vorbereitet, wo Kubickis Wahl nun so gut wie sicher ist.
Hagen wurde 1981 in La Spezia, Italien, als Kind deutscher Eltern geboren und wuchs im bayerischen Landkreis Rosenheim auf. Er studierte Politikwissenschaft und Psychologie in München, bevor er 1998 den Jungliberalen beitrat. Seine politische Karriere nahm rasant Fahrt auf, als Sabine Leutheusser-Schnarrenberger – damals 28 Jahre alt – ihn zum Geschäftsführer des FDP-Landesverbands Bayern berief.
2018 führte Hagen die FDP als Spitzenkandidat zurück in den bayerischen Landtag. Fünf Jahre lang leitete er anschließend die Landtagsfraktion. Während der Coronavirus-Pandemie erregte er überregionales Aufsehen, indem er die Politik von Markus Söder kritisierte und andere unterstützte, die für ähnliche Positionen in die Kritik gerieten.
2024 gründete Hagen gemeinsam mit Kristina Schröder und Andreas Rödder das Thinktank Republik 21. Er plädiert dafür, dass die FDP eine mutigere und klarere politische Haltung einnehmen müsse, statt sich in die politische Mitte zu bewegen. Seine Vision einer starken Demokratie basiert auf „lebendigem Pluralismus und offenem Diskurs“.
Mit dem Rückzug von Henning Höne aus dem Rennen um den Parteivorsitz ist Kubickis Weg an die Spitze nun frei. Damit gilt auch Hagens Ernennung zum Generalsekretär bei der Zusammenkunft der Partei am 30. und 31. Mai als praktisch beschlossen.
Hagens Aufstieg spiegelt seinen langjährigen Einfluss innerhalb der FDP wider – von der Jugendpolitik bis zur Landesführung. Als Generalsekretär wird er die Ausrichtung der Partei unter Kubickis Führung maßgeblich prägen. Der anstehende Parteitag wird beide Personalentscheidungen formal besiegeln und eine neue Phase für die liberale Partei einläuten.






