Mazda kämpft 2025 mit Rückgang – doch Händler profitieren überraschend
Philipp KochMazda kämpft 2025 mit Rückgang – doch Händler profitieren überraschend
Mazda verzeichnete 2025 ein schwieriges Jahr in Deutschland – die Verkäufe gingen um zehn Prozent zurück. Insgesamt setzte das Unternehmen 40.724 Fahrzeuge ab und hielt damit einen Marktanteil von 1,4 Prozent. Trotz dieses Rückgangs erwirtschaftete das Händlernetz weiterhin überdurchschnittliche Gewinne im Vergleich zum Branchenschnitt.
Die deutsche Automobilbranche insgesamt sah sich 2025 mit schrumpfenden Gewinnmargen konfrontiert: Diese sanken von 1,7 Prozent im Vorjahr auf nur noch 1,1 Prozent. Mazdas Händler hingegen verzeichneten bis November 2025 eine Vorsteuer-Gewinnmarge von 2,5 Prozent. Die besten 25 Prozent der Händler erreichten sogar eine Marge von 7,0 Prozent.
Ein Grund für Mazdas Erfolg liegt in der wachsenden Palette größerer Crossover-Modelle wie dem CX-60 und CX-80. Diese Fahrzeuge – kombiniert mit einer sechsjährigen Herstellergarantie – sicherten die Nachfrage nach Serviceleistungen und steigerten so die Erträge der Händler. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines zwischen Januar und November 2025 in Deutschland zugelassenen Mazda lag bei 44.500 Euro.
Für 2026 hat sich Mazda ehrgeizige Ziele gesetzt: Das Unternehmen strebt 50.000 Neuzulassungen an und will seinen Marktanteil auf 1,8 Prozent ausbauen. Zwei neue Modelle – die dritte Generation des CX-5 sowie der rein elektrische CX-6e – sollen im kommenden Jahr in Deutschland an den Start gehen.
Seit über einem Jahrzehnt übertreffen Mazdas deutsche Händler die durchschnittliche Gewinnmarge der Branche. Die Strategie des Herstellers, auf größere Crossover und verlängerte Garantiezeiten zu setzen, zahlt sich für das Händlernetz aus. Die für 2026 geplanten Markteinführungen könnten Mazda helfen, die Verkäufe zu steigern und die Marktpräsenz weiter auszubauen.






