Mitteldeutschland-Strecke: Bauverzögerung bis 2028 und fehlende Milliarden für die Bahn
Philipp KochMitteldeutschland-Strecke: Bauverzögerung bis 2028 und fehlende Milliarden für die Bahn
Baupläne für die Mitteldeutschland-Strecke erleiden erneute Verzögerung
Die Pläne für die Bahnverbindung durch Mitteldeutschland sind erneut ins Stocken geraten. Das Vorhaben, das die Anbindung von Sachsen über Thüringen bis in den Westen Deutschlands verbessern soll, wird nun erst 2028 statt wie ursprünglich vorgesehen in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Auch die vollständige Elektrifizierung wurde aufgrund von Finanzierungsengpässen auf 2032 verschoben.
Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für die Strecke zur Verfügung stehen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass für verschiedene Bahnprojekte bis 2029 noch 2 Milliarden Euro fehlen – darunter auch für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz, für den allein 544 Millionen Euro benötigt werden. Die Deutsche Bahn hatte das gesamte Projekt ursprünglich bis 2030 abschließen wollen.
Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag drängt nun auf schnellere Fortschritte. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Zudem forderte er Teilabschnitte mit zweigleisigem Ausbau, um die Kapazitäten zu erhöhen.
Die BSW stuft die Mitteldeutschland-Verbindung als eine der wichtigsten Bahnstrecken für die Region ein. Ohne zusätzliche Bundesmittel sind jedoch weitere Verzögerungen wahrscheinlich.
Nach dem überarbeiteten Zeitplan beginnt der Bau damit vier Jahre später als geplant. Auch die Elektrifizierung, nun für 2032 vorgesehen, wird länger dauern als zunächst angenommen. Die Zukunft des Projekts hängt davon ab, ob es in den kommenden Jahren gelingt, die fehlenden Gelder zu beschaffen.






