Münchens Feuerwehr setzt KI-Assistenten von Microsoft gegen Überlastung ein
Elias FrankeMünchens Feuerwehr setzt KI-Assistenten von Microsoft gegen Überlastung ein
Die Münchner Feuerwehr hat sich mit Microsoft Deutschland zusammengetan, um einen KI-Sprachassistenten für die Bearbeitung von Nicht-Notfall-Krankentransportanfragen zu entwickeln. Das System soll die Belastung der Mitarbeiter im Integrierten Leitstellenverbund (ILS) der Stadt verringern, wo täglich rund 2.500 Anrufe abgewickelt werden. Nach einem erfolgreichen Testlauf im Februar steht die Technologie nun kurz vor der flächendeckenden Einführung in diesem Frühling.
Der KI-Assistent wurde konzipiert, um die Abwicklung nicht dringlicher Patiententransporte zu optimieren, die derzeit wertvolle Zeit der Leitstellenmitarbeiter in Anspruch nehmen. Pilotversuche bestätigten, dass der Bot zuverlässig alle erforderlichen Informationen während der Erstgespräche erfassen kann und so die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Anfrage von dreieinhalb Minuten verkürzt. Dadurch können sich die Mitarbeiter stärker auf zeitkritische Notfälle konzentrieren.
Entwickelt auf Basis von Microsoft Azure unterstützt der Sprachassistent mehrere Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch und Serbisch, mit Plänen für weitere Ergänzungen. Datenschutz und IT-Sicherheit wurden von Anfang an priorisiert – die gesamte Anrufverarbeitung und -speicherung bleibt innerhalb der eigenen Infrastruktur der Feuerwehr.
Die Lösung entstand in enger Zusammenarbeit zwischen den IT- und Datenschutzteams der Feuerwehr, beteiligten Krankenhäusern und Microsoft. Eine schrittweise Einführung ist für das Frühling im Klinikum Großhadern der LMU geplant, gefolgt von einer weiteren Ausweitung in München und später in ganz Bayern. Ziel ist es, die Arbeitsbelastung sowohl für die Leitstellenmitarbeiter als auch für die klinischen Teams zu reduzieren.
Der KI-Sprachassistent wird zunächst im Klinikum Großhadern der LMU starten, bevor er auf andere Münchner Krankenhäuser ausgeweitet wird. Durch die Automatisierung nicht dringlicher Transportanfragen soll das System die Effizienz in der Notrufannahme steigern. Feuerwehr und Microsoft werden die Technologie während der schrittweisen Einführung weiter verfeinern.






