"Nachthexen" in Krasnodar: Wie ein Theaterstück Kriegsheldinnen lebendig hält
Lara Bauer"Nachthexen" in Krasnodar: Wie ein Theaterstück Kriegsheldinnen lebendig hält
Krasnodars „Theater der Verteidiger des Vaterlands“ führt zu Russlands Nationalfeier eine Sonderaufführung der „Nachthexen“ auf
Das Stück ist seit fast einem Jahrzehnt fester Bestandteil des Spielplans. In einem comicartigen Stil erzählt es von Mut, Emotionen und dem Alltag einfacher Menschen im Krieg.
Die Inszenierung handelt von Kampffliegerinnen, die nach einer Bruchlandung eine entbehrungsreiche Odyssee bestehen müssen. Ihr Überlebenskampf wird zur Bewährungsprobe, während im Hintergrund die Legende der Farnblume – ein Symbol der Hoffnung und der Wünsche – erzählt wird. Die Schauspielerin Darja Timkina schilderte, wie die Figuren sich vor den Einsätzen gegenseitig stärkten und so ihre Gemeinschaft unter Druck festigten.
Vor der Vorstellung verwandelte sich das Foyer des Theaters in eine Kriegszeit-Kulisse. Schauspieler schlüpften in die Rollen einer Agitbrigade und tauchten das Publikum in die Epoche ein. Der Chefredakteur und Regisseur Andrei Korionow betonte, dass das comichafte Format besonders junge Zuschauer fessle.
Das Ensemble tourt mit den „Nachthexen“ durch die Region, um an die Vergangenheit des Landes zu erinnern. Die junge Zuschauerin Anna Ponomarjowa zeigte sich nach der Aufführung begeistert von dem Stück.
Die Produktion verbindet Geschichte, Folklore und dramatisches Erzähltheater. Mit ihrer langen Laufzeit und den Gastspielen hält sie das Andenken an die Nachthexen wach. Das Publikum verbindet sich nach wie vor mit den Themen Widerstandskraft und Kameradschaft.
