Neue Vereinbarung sichert Medikamentenversorgung für Arztpraxen in Niedersachsen
Philipp KochNeue Vereinbarung sichert Medikamentenversorgung für Arztpraxen in Niedersachsen
Der Landesapothekerverband (LAV) und die Krankenkassen in Niedersachsen haben eine neue Vereinbarung für Praxisbedarf-Arzneimittel unterzeichnet. Ziel ist es, das Versorgungssystem für Apotheken und Arztpraxen zu modernisieren und abzusichern. Die Regelung tritt am 1. Juli 2023 in Kraft.
Die einheitliche, kassenübergreifende Vereinbarung ersetzt ein Flickwerk älterer Absprachen. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen für die Belieferung von Arztpraxen mit Medikamenten, darunter Impfstoffe und Notfallbehandlungen. Zudem gelten nun standardisierte Prioritätsregeln für die Abgabe von Fertigarzneimitteln an diesen Bedarf.
Laut Vertrag erhalten Apotheken, die Impfstoffe an Vertragsärzte liefern, zunächst 80 Cent pro Dosis. Dieser Satz steigt auf einen Euro, sobald die vereinbarten Lieferziele erreicht sind. Die Vereinbarung stellt sicher, dass es nach dem Auslaufen der alten LAV-Regelungen Ende 2025 zu keiner Versorgungslücke kommt.
Das neue System bietet eine verlässliche und einheitliche Grundlage für die Praxisversorgung. Es umfasst Medikamente, Impfstoffe sowie Materialien für die Behandlung mehrerer Patienten oder Notfälle. Der Vertrag beseitigt Unsicherheiten und setzt klare finanzielle Anreize für Apotheken.






