Passau baut Deutschlands erstes klimaneutrales Rechenzentrum für KI-Server
Elias FrankePassau baut Deutschlands erstes klimaneutrales Rechenzentrum für KI-Server
An der Universität Passau entsteht ein klimaneutrales Rechenzentrum
In Bayern wird an der Universität Passau ein neues klimaneutrales Rechenzentrum gebaut. Das vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales unterstützte Projekt soll Wege erforschen, um die CO₂-Emissionen von KI-Servern zu reduzieren. Gleichzeitig will es einen Standard für nachhaltige Rechenzentren in ganz Deutschland setzen.
Das Bayerische Grüne Rechenzentrum wird größtenteils mit erneuerbaren Energien betrieben. Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, während die Abwärme für die städtische Gartenwirtschaft wiederverwendet wird. Ein an das Gebäude angebundenes Gewächshaus nutzt die recycelte Wärme, um CO₂-bindende Pflanzen anzubauen.
Das Projekt untersucht, wie eine intelligente Arbeitslastverteilung die Emissionen von KI-Servern verringern kann. Langfristig soll die Anlage nicht nur klimaneutral, sondern sogar klimapositiv werden. Die Expertise der Universität in den Bereichen nachhaltige Energie und urbaner Gartenbau unterstützt die Initiative.
Deutsche Rechenzentren verbrauchten 2020 rund 16 Milliarden Kilowattstunden Energie – ein Anstieg gegenüber 10 Milliarden im Jahr 2010. Die neue Anlage dient als Modell für weitere Standorte in Bayern und darüber hinaus. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass Bayern spätestens 2040 klimaneutral wird.
Das Rechenzentrum kombiniert erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und intelligentes Lastmanagement. Bei Erfolg könnte sein Modell dazu beitragen, die Umweltbelastung durch digitale Infrastruktur zu verringern. Das Projekt passt in die übergeordnete Strategie Bayerns, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen.






