Playmobil schließt Werk in Dietenhofen – 350 Jobs betroffen
Playmobil stellt Werk in Dietenhofen bei Zirndorf endgültig ein
Der Spielwarenhersteller Playmobil hat sein Produktionswerk in Dietenhofen bei Zirndorf dauerhaft geschlossen. Die Schließung war bereits im Februar angekündigt worden und trat sofort in Kraft – mit der Folge, dass rund 350 Arbeitsplätze wegfallen. Mitarbeiter berichteten, von der Entscheidung überrascht worden zu sein.
Der offizielle Produktionsschluss ist für den 30. Juni 2026 vorgesehen. Als Hauptgrund für den Schritt nannte das Unternehmen die steigenden Lohn- und Energiekosten in Deutschland. Die Fertigung wurde nun in bestehende Standorte nach Malta und in die Tschechische Republik verlagert.
Die Horst Brandstätter Gruppe, zu der Playmobil gehört, hat mit den Arbeitnehmervertretern eine Sozialplanvereinbarung getroffen. Trotz der Werksschließung will das Unternehmen Teile seiner Aktivitäten in Deutschland halten, darunter Produktentwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik.
Die Gewerkschaft IGBCE kritisierte die Schließung öffentlich. Zudem verurteilte sie die Art und Weise, wie das Unternehmen die Entscheidung an die Belegschaft kommuniziert habe. Die finanziellen Schwierigkeiten von Playmobil – darunter rückläufige Verkäufe und sinkende Umsätze in den letzten Jahren – haben zur Umstrukturierung beigetragen.
Mit der Schließung endet die Fertigung von Playmobil in Deutschland. Rund 350 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, wenn auch einige Unternehmensbereiche im Land bleiben. Die Produktion wird im Ausland fortgesetzt, wobei das Unternehmen auf Kosteneffizienz setzt.






