Proteste für Bärin JJ4: Soll Gaia freigelassen oder getötet werden?
Hunderte Demonstranten haben sich vor dem Tierheim Casteller Animal Welfare Center versammelt, um die Freilassung der Bärin JJ4 zu fordern. Das Tier, das auch unter dem Namen Gaia bekannt ist, war Anfang April gefangen worden, nachdem es einen Jogger getötet hatte. Ein Gericht hat nun den Beschluss zur Tötung des Tieres vorläufig ausgesetzt.
Der Vorfall ereignete sich Anfang April, als JJ4 in der Nähe ihres Lebensraums einen Jogger angriff und tötete. Nach dem Angriff fingen die Behörden die Bärin ein und trennten sie von ihren drei Jungtieren. Die Entscheidung, sie in Gefangenschaft zu halten, löste unter Tierschützern Empörung aus.
Die Demonstranten vor dem Tierheim trugen Schilder mit Parolen wie "Bären sind die Opfer der Landesregierung". Sie argumentieren, dass JJ4 freigelassen werden solle, statt in Gefangenschaft gehalten oder getötet zu werden. Der Fall hat zusätzliche Aufmerksamkeit erregt, weil JJ4 die Schwester von Bruno ist – ein weiterer Bär, der 2006 in Bayern als "Problembär" eingestuft und erschossen wurde.
Eine Anhörung, die über das Schicksal von JJ4 entscheiden soll, ist für den 11. Mai angesetzt. Die jüngste Aussetzung des Tötungsbefehls durch das Gericht bedeutet, dass die Bärin bis zur Verhandlung in Gefangenschaft bleibt.
Das Ergebnis der Anhörung am 11. Mai wird entscheiden, ob JJ4 in Gefangenschaft bleibt, freigelassen wird oder getötet werden soll. Bis dahin verbleibt die Bärin im Tierheim Casteller Animal Welfare Center, während die Protestierenden weiterhin für ihre Freilassung kämpfen.






