Regensburg plant klimaneutrales Viertel mit Gemeinschaftscharakter und 15-Minuten-Konzept
Finn HerrmannRegensburg plant klimaneutrales Viertel mit Gemeinschaftscharakter und 15-Minuten-Konzept
Regensburg plant neues Stadtviertel im Norden – klimaneutral, lebendig und mit Gemeinschaftscharakter
Im Norden Regensburgs entsteht ein neues Viertel, das einmal rund 5.000 Einwohner beherbergen soll. Das Projekt zielt auf ein lebendiges, klimaneutrales Areal ab, in dem Wohnen und Arbeiten eng verzahnt sind und ein starkes Gemeinschaftsgefühl entsteht. Stadtvertreter bezeichnen es als ein mögliches "zweites Wohnzimmer" für die Bürger – ein sozialer Mittelpunkt, der die Atmosphäre der Innenstadt widerspiegelt.
Der Stadtrat hat grünes Licht für die Umwandlung von etwa 108 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in ein gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet gegeben. Geplant sind vielfältige Wohnformen, soziale Infrastruktur und Grünflächen, die alle nachhaltig gestaltet werden. Im Fokus stehen Bezahlbarkeit, hohe Lebensqualität und eine gute Anbindung an Arbeitsplätze.
Um die Zukunft des Viertels mitzugestalten, beteiligt sich Regensburg am Ideenwettbewerb Europan 2024/2025. Damit sollen frische architektonische und städtebauliche Konzepte einfließen, bevor die Bauarbeiten beginnen. Ein zentraler Ansatz ist das Modell der "15-Minuten-Stadt", das kurze Wege fördert und die Abhängigkeit vom Auto verringert.
Bis 2028 soll zudem der neue Haltepunkt Wutzlhofen fertiggestellt werden, der das Viertel mit dem Stadtzentrum und dem Umland verbindet. Nach dem Wettbewerb wird zunächst ein Bereich nahe des Bahnhofs erschlossen, gefolgt von der Aufstellung eines Bebauungsplans. Der Rahmenplan Nord unterstreicht das Engagement der Stadt für ein nachhaltiges, identitätsstiftendes Quartier, in dem Wohnen, Arbeiten und soziales Miteinander möglich sind.
Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung Regensburgs: Ein klimafreundliches Viertel mit guter Verkehrsanbindung entsteht. Nach Fertigstellung wird es Wohnraum, Arbeitsplätze und Grünflächen bieten und als neuer sozialer Treffpunkt der Stadt fungieren. Die Vorbereitungen für den Bau beginnen nach dem Gestaltungswettbewerb, die Bahnanbindung soll bis 2028 realisiert werden.






