Regensburg zeigt, wie Batteriespeicher das Stromnetz entlasten und Ladekosten senken
Lara BauerRegensburg zeigt, wie Batteriespeicher das Stromnetz entlasten und Ladekosten senken
Öffentliche Schnellladestation in Regensburg zeigt, wie batteriegestützte Technik Kosten senkt und Netze entlastet
Eine öffentlich zugängliche Schnellladestation in Regensburg demonstriert, wie batteriebasierte Technologie die Betriebskosten deutlich reduzieren und die Belastung des Stromnetzes verringern kann. Die Anlage, die kürzlich in einer Masterarbeit analysiert wurde, setzt auf ein intelligentes System, das Hochleistungsladen ermöglicht – ohne dass dafür ein teurer Netzausbau notwendig wäre. Tests bestätigen, dass Betreiber dadurch jährlich Tausende Euro sparen könnten, während die Lösung problemlos in bestehende Energiemanagementsysteme integriert werden kann.
Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Ladehub am Hauptsitz von Bayernwerk, wo drei Schnellladesäulen an ein vergleichsweise schwaches Netz mit 125 kW Anschlussleistung angeschlossen sind. Zwei davon sind herkömmliche Hochleistungslader (150 kW bzw. 50 kW), die dritte ist eine ADS-TEC Energy ChargePost. Diese Einheit kombiniert einen 201-kWh-Speicher mit einer Ladeleistung von bis zu 300 kW – funktioniert aber bereits mit einer Netzeinspeisung von nur 22 bis 87 kW.
Die Firma Energielösung GmbH zeichnete für die Installation des Mikronetzes verantwortlich und bewies, dass die Ladegeschwindigkeit nicht mehr von der Netzkapazität abhängt. Der Speicher der ChargePost lädt Energie in Schwachlastzeiten und gibt sie bei Bedarf ab, um die Ladeleistung zu steigern. Zudem unterstützt er die anderen Ladesäulen, gleicht Lastspitzen aus und speist überschüssige Energie zurück ins System.
Praktische Tests vor Ort zeigten, dass die Anlage die Betriebskosten um mehrere Tausend Euro pro Jahr senkt. Das System lässt sich nahtlos in bestehende Gebäude- und Energiemanagementlösungen einbinden und ermöglicht eine zentrale Überwachung. Eine Studie der Technischen Hochschule Ingolstadt untersuchte die technischen Details und bestätigte Effizienz sowie Skalierbarkeit der Lösung.
Das Regensburg-Projekt beweist, dass Hochleistungsladen keinen kostspieligen Netzausbau erfordert. Durch den Einsatz von Batteriespeichern können Betreiber Kosten sparen, die Netzstabilität verbessern und die Kapazität mit minimalen Infrastrukturänderungen erhöhen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ähnliche Lösungen auch an anderen Standorten mit Netzengpässen umsetzbar wären.






